Ööh, ja...da war doch was...irgendwas hab ich vergessen.
...ach ja!
Das Blog!
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Das Ende meines Auslandssemesters kam dann doch sehr plötzlich, irgendwie. Auf einmal ist Prüfungswoche, dann auf einmal alle Prüfungen weg und schon isses Freitag der 16. und wir sind kurz vorm Ausziehen. Zusammen mit Dale und Sedat ziehe ich eine Putz- und Packorgie auf, und wir bringen das Apartment im Wohnheim wieder halbwegs in Schuss. Am Samstag dann der Abschied. Soviel zu SDSU. War eine schöne Erfahrung und die Noten passen auch. :)
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Die letzten Wochen habe ich nun bei Kasey verbracht, und wir haben die freie Zeit ordentlichst vergammelt. Ich habe viel zu viel Fast Food absorbiert und mein Hintern zeigt erste Abnutzungserscheinungen. Das soll aber nicht heißen, das wir überhaupt nix unternommen haben...so waren wir zum Beispiel gerade letzten Sonntag im Disneyland.
Disneyland in einem Wort zu beschreiben ist gar nicht so einfach. Man könnte natürlich die üblichen Superlative gen Himmel schleudern, also geil, super, abgefahren, krass oder andere Auswüchse der tee-nagenden Verbalkultur, aber im Dienste meiner Exzentrik fällt diese Wahl auf professionell. Disneyland ist ein zutiefst durchkalkuliertes Unterfangen, was es sicher seiner langen Existenz und großzügigsten Finanzierung verdankt. Das ist ein Superorganismus, der keine Angst vor Selektionsdruck haben muss, denn fast alle Macken und Schwächen wurden vor langer Zeit ausradiert. Alle Attraktionen sind handwerklich einwandfrei, kreativ und machen Spaß - selbst die Achterbahnen waren für diesen nicht schwindelfreien Karbonsack erheiternd. Wir sprechen hier von der perfektionierten Zähmung der Fliehkräfte.
Wie so oft haben Amerikanismen mehr Sinn, wenn man sie aus den Vereinigten Staaten betrachtet. Der typische Themenpark scheint ein geradezu supergenaues Utensil der kalifornischen Unterhaltung zu sein und passt wie die zuckersüße Faust ins sonnige Auge. Wollt ihr wissen, warum Attraktionen mit Spritzwasser um sich greifen? In der kalifornischen Sonne trocknet das. Souvenirshops schrauben sich in ungeahnte Höhen der Offensichtlichkeit, wenn man ein entsprechend williges Publikum hat - und die Sammler waren auf der Pirsch. Disney T-Shirts überall. Das ist "brand loyalty", liebe Freunde, und ich würd gern mal wissen, wieviel Leute mit "Heidepark" T-Shirt in den Selbigen pilgern. Kostüme und Themen erscheinen glasklar im Spiegel des amerikanischen Disney-Raubrittertums der Weltkultur. Man hat hier das ver-parken von anderen Orten der Welt geradezu erfunden, weil die US-Medienindustrie so stark auf die Verarbeitung von kulturellem Rohmaterial in das Fertigprodukt Unterhaltung ausgelegt ist. Und noch mehr als die Beackerung von Erz oder Öl stellt diese industrielle Polierung von Memen das wahre Kriterium für die erste Welt im 21. Jahrhundert dar.
...was zum Teufel hab ich da gerade gesagt?
Ab und zu findet sich unter der auf Hochglanz getrimmten Oberfläche subversives Material; man denke an Star Tours, eine seit den 80ern fast unveränderte Attraktion mit einem Old-School "Star Wars"-Flair, Splash Mountain als eine der wenigen von Disney gebilligten Zugeständnisse an den ansonsten totgeschwiegenen Film "Onkel Remus' Wunderland" (hier einst stark unter Feuer wegen angeblicher Verharmlosung von Sklavenhaltung) oder eine Statue von Walt Disney und Mickey Maus, wobei die lange Nase des Letzteren etwa auf Hüftniveau des Erstern nach vorne sticht, und wenn man das jetzt von der Seite anguckt...ähem. Schmutzige Gedanken muss man aber selber mitbringen. In dieser Art offenbart sich diese augenscheinlich augenschmunzelnde Unterwelt als Bonusmaterial für Eltern und Teenies, die eine kurze Pause vom visuellen Zuckerschock brauchen. Man kann sich offiziell clever fühlen, diese Geheimnisse zu kennen, als würde man Disney damit etwas auswischen, aber schlussendlich hat man ja trotzdem Eintritt gezahlt. Und ich vermute doch stark, dass es der Firma Disney egal ist, wozu man denn in den Park eingelassen werden wollte, so lange es aus PR-Gründen genügend "plausible deniability" gibt.
Oder, ums genauer auszudrücken, Disney untergräbt das Subversive, macht die Rebellen zu Kunden und lächelt dabei immer brav über die Selbstironie hinweg. Alles sehr amerikanisch.
Und weil ich mich einem solch brillianten Geschäftsmodell nicht entziehen konnte, hab ich mir dort gleich einen schönen Lederhut gekauft. Fotos folgen, sobald ich mein verdammtes Speicherkarten-Lesegerät finde...
Dienstag, 3. Juni 2008
Freitag, 9. Mai 2008
Untot
Was lange gärt, wird endlich Sud! Ja, ja, ich weiß, ich hab euch sehr lange allein gelassen, aber die letzten paar Wochen waren ne Ecke anstrengend. Zum Glück hab ich jetzt alle Vorlesungen hinter mir, nächste Woche noch die Klausuren und dann is Ende im Gelände, Schicht im Schacht, das fatale Finale.
Für diejenigen, die es noch nicht wussten: SDSU hat zwei herausstechende Merkmale, einerseits ist es eines der Party-Colleges überhaupt, andererseits wurde die dritte Staffel von Veronica Mars hier gedreht. Leider haben die Neuigkeiten der Woche was mit Ersterem zu tun. Man hat nämlich am Dienstag bekanntgegeben, dass 33 Studenten verknackt wurden, wegen Drogenhandel und illegalem Waffenbesitz! Auf die Party hab ich aber sowas von keinen Bock...
Ein kleines Ritual, das ich in den letzten Wochen relativ konstant durchgezogen habe, ist Kino am Freitag. Trifft sich ganz gut in meinem Zeitplan, und wird von den vielen guten Filmen dieses Jahr gestützt. In diesem Sinne gebe ich euch vier Film-Meinungen, in je vier Worten, als Dialogzitate!
Street Kings: L.A.'s deadliest white boy.
The Forbidden Kingdom: He's not even Chinese.
Iron Man: Yeah, I can fly.
Speed Racer: Go, Speed Racer, go!
...nich so extrem hilfreich, oder? Ach, guckt sie euch alle an. :)
Was mich am Kinobesuch in den Staaten stört ist das Popcorn. Hat Einer von euch schon mal salziges Popcorn im Kino bestellt? Das gibts hier automatisch. Als ich einen Mitstreiter beim Kinobesuch darauf ansprach, fragte er mich, was ich denn mit süßem Popcorn meine. Von wegen "Karamellpopcorn?" Und die Nachos sind zum Heulen...aber die Hotdogs sind geil.
Lasst euch auf jeden Fall nich verscheissern, dass die USA das Mekka für Snacks ist. Auch hier irrt der gemeine Amerikaner.
Ach ja, eines muss ich noch loswerden: Irgendwann krieg ich mal nen Geschichtenzyklus zum Thema "Besoffene Zimmergenossen" zusammen. Nein, nich das, was ihr jetzt denkt! Dale und Sedat bleiben clean und generell geile Persönlichkeiten. Ich unterbreite euch die unfrohe Kunde von Antonio, unserem neuen fast-Mitbewohner. Dieser offensichtlich nicht mit praktischem Sachverstand gesegnete Zeitgenosse brillierte Montag Nacht damit, an seine Tür (die Wohnung nebenan) lautstark zu klopfen und nach seinen Mitstreitern zu jaulen, da er zwecks C2H5OH im bloodstream die spatiale Konjunktion seines Schlüssels und des Türschlosses nicht zu Stande brachte. Diese Verhaltensmuster setzte sich für viele, viele Minuten fort. Entsprechende Beschwerden führten dazu, das der Toni aus seinem bisherigen Kibutz entfernt wurde, was die Administration unseres Wohnheims dann vor die Frage stellte, wo er nu hin sollte. Man war aus gutem Grunde unwillig, ihn eine Woche vor Semesterende aus dem Heim zu katapultieren, aber wenn ich den Erzählungen Glauben schenken darf, hat Toni seine zweite Chance bereits mehrmals verspielt.
Das Ganze wurde dann für uns dahingehend relevant, dass er unsere Wohnung beziehen sollte, übergangsweise. Das war uns aus ersichtlichen Gründen nicht geheuer, und so schleppten wir unsere Proteste die gesamte Befehlskette hinauf, bis jemand auf die Idee kam, dass wir zuviel Ärger machen würden, wenn eine solche Schnapsidee bis zur Implementierung durchgezogen werden würde. (Fragt mich nich, was das für ne Zeitform sein soll, Tante Geli weiß es vielleicht :) ) Und so wurde dieses abgeschmettert, und wir leben weiter in geruhsamer Dreisamkeit. Trifft sich ganz gut so, wir haben schon keinen Platz im Kühlschrank...
Für diejenigen, die es noch nicht wussten: SDSU hat zwei herausstechende Merkmale, einerseits ist es eines der Party-Colleges überhaupt, andererseits wurde die dritte Staffel von Veronica Mars hier gedreht. Leider haben die Neuigkeiten der Woche was mit Ersterem zu tun. Man hat nämlich am Dienstag bekanntgegeben, dass 33 Studenten verknackt wurden, wegen Drogenhandel und illegalem Waffenbesitz! Auf die Party hab ich aber sowas von keinen Bock...
Ein kleines Ritual, das ich in den letzten Wochen relativ konstant durchgezogen habe, ist Kino am Freitag. Trifft sich ganz gut in meinem Zeitplan, und wird von den vielen guten Filmen dieses Jahr gestützt. In diesem Sinne gebe ich euch vier Film-Meinungen, in je vier Worten, als Dialogzitate!
Street Kings: L.A.'s deadliest white boy.
The Forbidden Kingdom: He's not even Chinese.
Iron Man: Yeah, I can fly.
Speed Racer: Go, Speed Racer, go!
...nich so extrem hilfreich, oder? Ach, guckt sie euch alle an. :)
Was mich am Kinobesuch in den Staaten stört ist das Popcorn. Hat Einer von euch schon mal salziges Popcorn im Kino bestellt? Das gibts hier automatisch. Als ich einen Mitstreiter beim Kinobesuch darauf ansprach, fragte er mich, was ich denn mit süßem Popcorn meine. Von wegen "Karamellpopcorn?" Und die Nachos sind zum Heulen...aber die Hotdogs sind geil.
Lasst euch auf jeden Fall nich verscheissern, dass die USA das Mekka für Snacks ist. Auch hier irrt der gemeine Amerikaner.
Ach ja, eines muss ich noch loswerden: Irgendwann krieg ich mal nen Geschichtenzyklus zum Thema "Besoffene Zimmergenossen" zusammen. Nein, nich das, was ihr jetzt denkt! Dale und Sedat bleiben clean und generell geile Persönlichkeiten. Ich unterbreite euch die unfrohe Kunde von Antonio, unserem neuen fast-Mitbewohner. Dieser offensichtlich nicht mit praktischem Sachverstand gesegnete Zeitgenosse brillierte Montag Nacht damit, an seine Tür (die Wohnung nebenan) lautstark zu klopfen und nach seinen Mitstreitern zu jaulen, da er zwecks C2H5OH im bloodstream die spatiale Konjunktion seines Schlüssels und des Türschlosses nicht zu Stande brachte. Diese Verhaltensmuster setzte sich für viele, viele Minuten fort. Entsprechende Beschwerden führten dazu, das der Toni aus seinem bisherigen Kibutz entfernt wurde, was die Administration unseres Wohnheims dann vor die Frage stellte, wo er nu hin sollte. Man war aus gutem Grunde unwillig, ihn eine Woche vor Semesterende aus dem Heim zu katapultieren, aber wenn ich den Erzählungen Glauben schenken darf, hat Toni seine zweite Chance bereits mehrmals verspielt.
Das Ganze wurde dann für uns dahingehend relevant, dass er unsere Wohnung beziehen sollte, übergangsweise. Das war uns aus ersichtlichen Gründen nicht geheuer, und so schleppten wir unsere Proteste die gesamte Befehlskette hinauf, bis jemand auf die Idee kam, dass wir zuviel Ärger machen würden, wenn eine solche Schnapsidee bis zur Implementierung durchgezogen werden würde. (Fragt mich nich, was das für ne Zeitform sein soll, Tante Geli weiß es vielleicht :) ) Und so wurde dieses abgeschmettert, und wir leben weiter in geruhsamer Dreisamkeit. Trifft sich ganz gut so, wir haben schon keinen Platz im Kühlschrank...
Donnerstag, 17. April 2008
Schmelztiegel
Hier gibts nochn paar Bildchen von Death Valley. Zwei Wochen Warten und mir fällt nix gescheites dazu ein. Wüste, halt, heiß und so.
Was uns zum heutigen Thema bringt: ich glaub, ich schmelz bald. Die Temperaturen hier klettern unerhört. Zum Glück hat euer aller Robert immer nen Hut dabei und schmäht das Wasser nich, sonst hätte ich vermutlich schon nen Hitzschlag aufm Kerbholz. Der Vorteil des Ganzen ist natürlich, dass es ne Ecke einfacher ist, bei Sonne im Schatten zu sitzen, als bei Regen nicht nass zu werden.
So fand ich mich neulich mit einer längeren Pause und einem Bagel mit Frischkäse am SDSU-eigenen Teich, nahe den West Commons. Einfach mal auf nen Stein hocken und das Leben an sich vorbei ziehen lassen. Neben mit hockt eine Schildkröte und schaut mich argwöhnisch an, bevor sie sich wieder auf das Sonnenbaden konzentriert. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten verstehen wir uns beide. Ich denke über so viele blöde Dinge nach, wenn ich zuviel Ruhe habe. Die Wahlen. Das mein Auslandsemester gar nicht mehr so lange dauert. Wie normal es geworden ist, dass ich den ganzen Tag kein Wort Deutsch rede. Und was mir die Schildkröten wohl erzählen könnten, vom Trubel und den Menschen, die diesen produzieren.
Eigentlich hat mans so als Schildkröte im SDSU-Teich gar nicht schlecht. Gutes Wetter, massig Sonne, keine kleinen Kinder...einfach nur das Leben genießen.
Sozusagen als Chillkröte.
Was uns zum heutigen Thema bringt: ich glaub, ich schmelz bald. Die Temperaturen hier klettern unerhört. Zum Glück hat euer aller Robert immer nen Hut dabei und schmäht das Wasser nich, sonst hätte ich vermutlich schon nen Hitzschlag aufm Kerbholz. Der Vorteil des Ganzen ist natürlich, dass es ne Ecke einfacher ist, bei Sonne im Schatten zu sitzen, als bei Regen nicht nass zu werden.
So fand ich mich neulich mit einer längeren Pause und einem Bagel mit Frischkäse am SDSU-eigenen Teich, nahe den West Commons. Einfach mal auf nen Stein hocken und das Leben an sich vorbei ziehen lassen. Neben mit hockt eine Schildkröte und schaut mich argwöhnisch an, bevor sie sich wieder auf das Sonnenbaden konzentriert. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten verstehen wir uns beide. Ich denke über so viele blöde Dinge nach, wenn ich zuviel Ruhe habe. Die Wahlen. Das mein Auslandsemester gar nicht mehr so lange dauert. Wie normal es geworden ist, dass ich den ganzen Tag kein Wort Deutsch rede. Und was mir die Schildkröten wohl erzählen könnten, vom Trubel und den Menschen, die diesen produzieren.
Eigentlich hat mans so als Schildkröte im SDSU-Teich gar nicht schlecht. Gutes Wetter, massig Sonne, keine kleinen Kinder...einfach nur das Leben genießen.
Sozusagen als Chillkröte.
Dienstag, 1. April 2008
San Francisco - Der Komödie dritter Teil
(Fotos hier.)
Eigentlich nich viel zu erzählen hier. Schöne Fotos vom UC Berkeley Campus (kleine Tour von Caitlyn) und der Golden Gate Bridge sowie den alten Befestigungen am Eingang der Bucht. Sieht doch alles niedlich aus, oder?
Ach so, eins muss ich noch sagen: Gewisse Personen sorgen sich ja immer noch darum, das ich so wenig Zeugs kaufe. Das haben wir Montag abgestellt, aber gründlich...nach einigem Suchen nach neuer Hose für mich führte uns Caitlyn in einen Army-Shop. Hose und T-Shirt in Himmeltarn, Trageweste, Tragegeschirr, zwei Gürtel und eine Umhängetasche für insgesamt 150 Kröten, vollkommen abgesahnt. :)
Eigentlich nich viel zu erzählen hier. Schöne Fotos vom UC Berkeley Campus (kleine Tour von Caitlyn) und der Golden Gate Bridge sowie den alten Befestigungen am Eingang der Bucht. Sieht doch alles niedlich aus, oder?
Ach so, eins muss ich noch sagen: Gewisse Personen sorgen sich ja immer noch darum, das ich so wenig Zeugs kaufe. Das haben wir Montag abgestellt, aber gründlich...nach einigem Suchen nach neuer Hose für mich führte uns Caitlyn in einen Army-Shop. Hose und T-Shirt in Himmeltarn, Trageweste, Tragegeschirr, zwei Gürtel und eine Umhängetasche für insgesamt 150 Kröten, vollkommen abgesahnt. :)
San Francisco - Der Tragödie zweiter Teil
(Fotos gibts hier. Leider genau in der rückwärtigen Reihenfolge, aus irgendeinem belämmerten Grund.)
Tach Zwo! (Ganz kurz.)
Zunächst mal morgens Bagel reingestopft, leckere Sache das. Um mal eine Winzigkeit klarzustellen: unser Hotel befindet sich in Berkeley, einer Stadt im San Francisco Bay. Berkeley ist im Wesentlichen die Heimat aller Liberalen, Burnouts und Freaks - genau meine Gegend hier. :)
Wir düsen über die Bay Bridge nach San Francisco rüber, zum Hafen. Erster Stop: Pier 33, wo unsere Fähre nach Alcatraz ablegt.
Alcatraz is sowohl Festung als auch Gefängnis. Ich knippse wie bekloppt, das ganze kennt man ja (oder denkt man zumindest). Sehr schöne Insel, viele Pflanzen und Vögel, aber extrem windig.
Danach Meeresfrüchte verspeisen, mmmh, lecker...
Wir cruisen durch die Touristensektion. Einer unserer Stops ist der International Spy Shop. Zwischen Kameras und Katanas...
Zurück zum Auto, rumkurven. SF is hügelig wie Sau.
Coit Tower! Geniale Aussicht auf die Bay.
Dann ab zum In'n'Out, genialen Double-Double essen. Daran denkt der Big Mac, wenn er sich Abends in den Schlaf heult...
Mehr von mir, wenn ich mehr als 10 Minuten hab...
Tach Zwo! (Ganz kurz.)
Zunächst mal morgens Bagel reingestopft, leckere Sache das. Um mal eine Winzigkeit klarzustellen: unser Hotel befindet sich in Berkeley, einer Stadt im San Francisco Bay. Berkeley ist im Wesentlichen die Heimat aller Liberalen, Burnouts und Freaks - genau meine Gegend hier. :)
Wir düsen über die Bay Bridge nach San Francisco rüber, zum Hafen. Erster Stop: Pier 33, wo unsere Fähre nach Alcatraz ablegt.
Alcatraz is sowohl Festung als auch Gefängnis. Ich knippse wie bekloppt, das ganze kennt man ja (oder denkt man zumindest). Sehr schöne Insel, viele Pflanzen und Vögel, aber extrem windig.
Danach Meeresfrüchte verspeisen, mmmh, lecker...
Wir cruisen durch die Touristensektion. Einer unserer Stops ist der International Spy Shop. Zwischen Kameras und Katanas...
Zurück zum Auto, rumkurven. SF is hügelig wie Sau.
Coit Tower! Geniale Aussicht auf die Bay.
Dann ab zum In'n'Out, genialen Double-Double essen. Daran denkt der Big Mac, wenn er sich Abends in den Schlaf heult...
Mehr von mir, wenn ich mehr als 10 Minuten hab...
Sonntag, 30. März 2008
San Francisco - Der Travestie erster Teil
Hallo, liebe Freunde der Sonne! Es grüßt der Robert vom heiligen Franz. Äh, San Francisco natürlich. (Klingt doch auf Spanisch irgendwie cooler, oder?)
Die gestrigen Ereignisse bewegen sich im Kontext einer verschlungenen Lokomotion unter Einbeziehung eines beräderten Utensils mit Dinosaurierbefeuerung, sprich: Roadtrip! Kinners, ihr glaubt mir jetzt nicht, wie weit das ist, von Huntington Beach hoch nach San Fran, aber es ist weit...so etwa Hannover-München, wenn man den direkten Weg nimmt. Was wir natürlich nicht taten.
Zuerst führte mich Kasey zum Meridian's, wo wir uns in aller gegebenen Ruhe ordentliche Mengen an Pepperoni-Pizza reinzogen. Mittagfressen halt.


Wir wählten die landschäftliche schöne Route, größtenteils dem Pacific Coast Highway folgend. Das führte uns unter anderem durch solche Landschaften...


Hat was Irlandiges, nich? (Naja, weniger besoffene Iren. Wenn man das als Pluspunkt buchen will.)

Hier sehen wir die Staatenblume Kaliforniens, der kalifornische Mohn. Wie man das jetzt aufs Brötchen bröselt, weiß ich auch nicht.

Ab und zu müssen wir unseren Vorrat an toten Urzeitechsen ergänzen. Ich glaub, die Gallone war mal ein Diplodocus.

"Klifftastisch!" Das hier ist Nordkalifornien, Baby. Hier gibts Strand...für Erwachsene.
Was folgt, ist die haarsträubenste Küstenstraße, die man mit Steuergeldern bauen kann. Auf etwa 100 Meilen ist der PCH...sehr pazifisch, seh küstennah, sowas von kein Highway. Kasey nimmt die Kurven gelassen, ich bemächtige mich der Innenausstattung des Wagens und freue mich insgeheim, wenn wir hinter einem Wohnwagen feststecken. Das ist genau die Art von Straße, die man einspurig auslegen sollte, und zwar wortwörtlich in eine Richtung - vor allem wenn Kasey Kagawa die Karosse reitet und der Winkel seines Grinsens von der Wahrscheinlichkeit einer schröcklichen Kollision mit dem Gegenverkehr abhängt. Er fragt mich ganz nebenbei, ob ich denn was "richtig geiles" sehen will. Sicher, sag ich, denn ich bin mir ziemlich sicher, das wir dafür anhalten müssen.
Wir cruisen lässigst und in tiefster Verachtung für die Gesetze der Natur in das Parkareal des "Julia Pfeiffer Burns" Staatsparks.

Was denn, Wald? Hier? Wir sind wohl echt in Nordkalifornien. Kasey führt mich an einem gut ausgeschilderten Pfad zu einem Aussichtspunkt, wo dieses Photo entsteht.

Na, könnt ihr es sehen?

Wasserfall! (Und Menschen da unten. Dieser Teil wird uns gleich ins Verderben reißen.)
Jetzt fragt ihr euch natürlich nur eines: "Aber Robert, du genialster aller Urlaubsknippser, wo ist denn der Weg zum Strand da unten? Den seh ich auf deinem ansonsten vollkommen granatenstarken Bild ja gar nicht. Bin ich denn blind?"
Worauf ich sagen würde: "Danke fürs Schleimen, und es gibt keinen Weg zum Strand."
Wie kommen die Leute da also hin? Definieren wir Weg: Im Sinne eines Pfades gibt es ihn nicht. Im Sinne einer Möglichkeit, von der Klippe oben bis zum Strand zu kommen? Wir denken, dass das gehen muss. Nach zwanzig Minuten suchen und dem Überwinden mehrerer Absperrungen sehen wir vor uns die Klippe, etwa zehn Meter unter uns einige alte Betonstufen und fünfzig Meter unter uns Wellen, die gegen die Felswand schellen.
Alle Kinder unter 16 halten sich jetzt bitte die Augen zu...
In Todesverachtung schuffeln wir langsam die Klippe hinunter. Jeder Stein könnte lose sein, wir greifen nach allem, was fest aussieht, und kraxeln langsam nach unten zu den Stufen. Scharfer Wind bläst von der Seite. Wir sind uns nicht zu fein, uns auf unsere Hintern zu packen und langsam auf den engen alten Pfad nach vorne zu rutschen. Nach einigen Stufen und zehn Minuten sind wir jetzt auf dem Felsen, der ins Meer hineinragt. Das Runterklettern zum Strand ist dagegen Kinderkacke...
Jetzt stehen wir im Sand, die Flut kommt, und ein Felsen versperrt uns den Weg zum Wasserfall. Was machen wir? Wir warten, bis die Welle bricht und das Wasser abläuft, und rennen wie die Teufel...
Ergebnis: meine Jeans bis zu den Knien nass, Schuhe und Strümpfe abgesoffen und mit Kieseln übersäat. Bei Kasey ähnlich, aber ihm hats gleich die ganze Jeans durchgesifft. Ich mache schnell ein paar Fotos, zum Beispiel dieses...

Und dann der gleiche Spießrutenlauf mit der nächsten Welle, wir sind wieder im "sicheren" Teil des Strandes. Ich ziehe meine Schuhe aus und schütte den Kies raus, zieh meine Socken aus und wickele sie um meine Hände. Wir machen uns an den Aufstieg. Ich guck nur nach oben auf die Felsen, auf den Weg, den wir wieder hoch klettern müssen.
Scheisse.
Fuck.
Fuck-scheisse.
Mit der Kraft der Verzweiflung wickel ich die Socken um meine Hände (zum Schutz vor den Felsen) und wir machen uns auf den Aufstieg. Bis auf den Meeresfelsen schaffen wir es ohne größere Probleme, dann über den schmalen Grat zurück zur Felswand, und hier wirds richtig lustitsch. Das ist vertikal, liebe Freunde und Mitfiebernde, die längsten zehn Meter meines Lebens. Irgendwie schaffen wir es. Irgendwie, keine Ahnung, von einem Halt zum nächsten, Hand, Fuss, jede Bewegung testet unseren Halt aufs Neue, Steine bröckeln unter meinen Fingern hinweg. Meine Beine brennen vor Anstrengung, ich keuche und japse nach Luft. Verdammt, wir sind oben, wir stehen auf festem Boden, wir habens geschafft.
Hallelujah.
Schadensbilanz: Jeans dreckig und nass, Socken dreckig und nass, Schuhe dreckig und nass, Hände dreckig, mein Blut besteht zu 2/3 aus Adrenalin. Aber wir habens geschafft. Gott wacht über kleine Kinder und Idioten wie uns.
Wir steigen ins Auto, wechseln Klamotten, fahren weiter. Die Stereoanlage springt auf Spider Bait - Black Betty.
Fenster runter, Faust, Ziegefinger und kleiner Finger gen Himmel. Headbangen bis zum Genickbruch. Wir donnern und krachen aufm PCH, Stereo auf Anschlag. Wir sind die Helden.
Ach ja, und dann sind wir irgendwann in San Francisco. Uups, wann ist das denn passiert? :D
Die gestrigen Ereignisse bewegen sich im Kontext einer verschlungenen Lokomotion unter Einbeziehung eines beräderten Utensils mit Dinosaurierbefeuerung, sprich: Roadtrip! Kinners, ihr glaubt mir jetzt nicht, wie weit das ist, von Huntington Beach hoch nach San Fran, aber es ist weit...so etwa Hannover-München, wenn man den direkten Weg nimmt. Was wir natürlich nicht taten.
Zuerst führte mich Kasey zum Meridian's, wo wir uns in aller gegebenen Ruhe ordentliche Mengen an Pepperoni-Pizza reinzogen. Mittagfressen halt.
Wir wählten die landschäftliche schöne Route, größtenteils dem Pacific Coast Highway folgend. Das führte uns unter anderem durch solche Landschaften...
Hat was Irlandiges, nich? (Naja, weniger besoffene Iren. Wenn man das als Pluspunkt buchen will.)
Hier sehen wir die Staatenblume Kaliforniens, der kalifornische Mohn. Wie man das jetzt aufs Brötchen bröselt, weiß ich auch nicht.
Ab und zu müssen wir unseren Vorrat an toten Urzeitechsen ergänzen. Ich glaub, die Gallone war mal ein Diplodocus.
"Klifftastisch!" Das hier ist Nordkalifornien, Baby. Hier gibts Strand...für Erwachsene.
Was folgt, ist die haarsträubenste Küstenstraße, die man mit Steuergeldern bauen kann. Auf etwa 100 Meilen ist der PCH...sehr pazifisch, seh küstennah, sowas von kein Highway. Kasey nimmt die Kurven gelassen, ich bemächtige mich der Innenausstattung des Wagens und freue mich insgeheim, wenn wir hinter einem Wohnwagen feststecken. Das ist genau die Art von Straße, die man einspurig auslegen sollte, und zwar wortwörtlich in eine Richtung - vor allem wenn Kasey Kagawa die Karosse reitet und der Winkel seines Grinsens von der Wahrscheinlichkeit einer schröcklichen Kollision mit dem Gegenverkehr abhängt. Er fragt mich ganz nebenbei, ob ich denn was "richtig geiles" sehen will. Sicher, sag ich, denn ich bin mir ziemlich sicher, das wir dafür anhalten müssen.
Wir cruisen lässigst und in tiefster Verachtung für die Gesetze der Natur in das Parkareal des "Julia Pfeiffer Burns" Staatsparks.
Was denn, Wald? Hier? Wir sind wohl echt in Nordkalifornien. Kasey führt mich an einem gut ausgeschilderten Pfad zu einem Aussichtspunkt, wo dieses Photo entsteht.
Na, könnt ihr es sehen?
Wasserfall! (Und Menschen da unten. Dieser Teil wird uns gleich ins Verderben reißen.)
Jetzt fragt ihr euch natürlich nur eines: "Aber Robert, du genialster aller Urlaubsknippser, wo ist denn der Weg zum Strand da unten? Den seh ich auf deinem ansonsten vollkommen granatenstarken Bild ja gar nicht. Bin ich denn blind?"
Worauf ich sagen würde: "Danke fürs Schleimen, und es gibt keinen Weg zum Strand."
Wie kommen die Leute da also hin? Definieren wir Weg: Im Sinne eines Pfades gibt es ihn nicht. Im Sinne einer Möglichkeit, von der Klippe oben bis zum Strand zu kommen? Wir denken, dass das gehen muss. Nach zwanzig Minuten suchen und dem Überwinden mehrerer Absperrungen sehen wir vor uns die Klippe, etwa zehn Meter unter uns einige alte Betonstufen und fünfzig Meter unter uns Wellen, die gegen die Felswand schellen.
Alle Kinder unter 16 halten sich jetzt bitte die Augen zu...
In Todesverachtung schuffeln wir langsam die Klippe hinunter. Jeder Stein könnte lose sein, wir greifen nach allem, was fest aussieht, und kraxeln langsam nach unten zu den Stufen. Scharfer Wind bläst von der Seite. Wir sind uns nicht zu fein, uns auf unsere Hintern zu packen und langsam auf den engen alten Pfad nach vorne zu rutschen. Nach einigen Stufen und zehn Minuten sind wir jetzt auf dem Felsen, der ins Meer hineinragt. Das Runterklettern zum Strand ist dagegen Kinderkacke...
Jetzt stehen wir im Sand, die Flut kommt, und ein Felsen versperrt uns den Weg zum Wasserfall. Was machen wir? Wir warten, bis die Welle bricht und das Wasser abläuft, und rennen wie die Teufel...
Ergebnis: meine Jeans bis zu den Knien nass, Schuhe und Strümpfe abgesoffen und mit Kieseln übersäat. Bei Kasey ähnlich, aber ihm hats gleich die ganze Jeans durchgesifft. Ich mache schnell ein paar Fotos, zum Beispiel dieses...
Und dann der gleiche Spießrutenlauf mit der nächsten Welle, wir sind wieder im "sicheren" Teil des Strandes. Ich ziehe meine Schuhe aus und schütte den Kies raus, zieh meine Socken aus und wickele sie um meine Hände. Wir machen uns an den Aufstieg. Ich guck nur nach oben auf die Felsen, auf den Weg, den wir wieder hoch klettern müssen.
Scheisse.
Fuck.
Fuck-scheisse.
Mit der Kraft der Verzweiflung wickel ich die Socken um meine Hände (zum Schutz vor den Felsen) und wir machen uns auf den Aufstieg. Bis auf den Meeresfelsen schaffen wir es ohne größere Probleme, dann über den schmalen Grat zurück zur Felswand, und hier wirds richtig lustitsch. Das ist vertikal, liebe Freunde und Mitfiebernde, die längsten zehn Meter meines Lebens. Irgendwie schaffen wir es. Irgendwie, keine Ahnung, von einem Halt zum nächsten, Hand, Fuss, jede Bewegung testet unseren Halt aufs Neue, Steine bröckeln unter meinen Fingern hinweg. Meine Beine brennen vor Anstrengung, ich keuche und japse nach Luft. Verdammt, wir sind oben, wir stehen auf festem Boden, wir habens geschafft.
Hallelujah.
Schadensbilanz: Jeans dreckig und nass, Socken dreckig und nass, Schuhe dreckig und nass, Hände dreckig, mein Blut besteht zu 2/3 aus Adrenalin. Aber wir habens geschafft. Gott wacht über kleine Kinder und Idioten wie uns.
Wir steigen ins Auto, wechseln Klamotten, fahren weiter. Die Stereoanlage springt auf Spider Bait - Black Betty.
Fenster runter, Faust, Ziegefinger und kleiner Finger gen Himmel. Headbangen bis zum Genickbruch. Wir donnern und krachen aufm PCH, Stereo auf Anschlag. Wir sind die Helden.
Ach ja, und dann sind wir irgendwann in San Francisco. Uups, wann ist das denn passiert? :D
Montag, 17. März 2008
Beißbehindert!
Da springt mir doch heute beim Mittagessen ne Ecke vom Schneidezahn ab!
Nein, euer aller Robert jault nicht vor Schmerz, weil diese jene Ecke sowieso fake war (schon vor Jahren als Blende aufgesetzt) und daher nix von der Substanz des Zahnes verloren ist. Sieht halt nicht so geil aus im Moment, aber das werde ich schleunigst korrigieren lassen, sobald ich wieder in heimischen Gefilden weile.
Für die nächstes (knapp) drei Monate wirds nun halt mitm Lächeln nich mehr so ganz gut klappen, aber damit muss man hier im toughen Ausland zurechtkommen. Ansonsten habe ich aber bis jetzt alles ohne größere Blessuren überstanden.
Es grüßt der Kaukrüppel,
Robert
Nein, euer aller Robert jault nicht vor Schmerz, weil diese jene Ecke sowieso fake war (schon vor Jahren als Blende aufgesetzt) und daher nix von der Substanz des Zahnes verloren ist. Sieht halt nicht so geil aus im Moment, aber das werde ich schleunigst korrigieren lassen, sobald ich wieder in heimischen Gefilden weile.
Für die nächstes (knapp) drei Monate wirds nun halt mitm Lächeln nich mehr so ganz gut klappen, aber damit muss man hier im toughen Ausland zurechtkommen. Ansonsten habe ich aber bis jetzt alles ohne größere Blessuren überstanden.
Es grüßt der Kaukrüppel,
Robert
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