Ööh, ja...da war doch was...irgendwas hab ich vergessen.
...ach ja!
Das Blog!
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Das Ende meines Auslandssemesters kam dann doch sehr plötzlich, irgendwie. Auf einmal ist Prüfungswoche, dann auf einmal alle Prüfungen weg und schon isses Freitag der 16. und wir sind kurz vorm Ausziehen. Zusammen mit Dale und Sedat ziehe ich eine Putz- und Packorgie auf, und wir bringen das Apartment im Wohnheim wieder halbwegs in Schuss. Am Samstag dann der Abschied. Soviel zu SDSU. War eine schöne Erfahrung und die Noten passen auch. :)
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Die letzten Wochen habe ich nun bei Kasey verbracht, und wir haben die freie Zeit ordentlichst vergammelt. Ich habe viel zu viel Fast Food absorbiert und mein Hintern zeigt erste Abnutzungserscheinungen. Das soll aber nicht heißen, das wir überhaupt nix unternommen haben...so waren wir zum Beispiel gerade letzten Sonntag im Disneyland.
Disneyland in einem Wort zu beschreiben ist gar nicht so einfach. Man könnte natürlich die üblichen Superlative gen Himmel schleudern, also geil, super, abgefahren, krass oder andere Auswüchse der tee-nagenden Verbalkultur, aber im Dienste meiner Exzentrik fällt diese Wahl auf professionell. Disneyland ist ein zutiefst durchkalkuliertes Unterfangen, was es sicher seiner langen Existenz und großzügigsten Finanzierung verdankt. Das ist ein Superorganismus, der keine Angst vor Selektionsdruck haben muss, denn fast alle Macken und Schwächen wurden vor langer Zeit ausradiert. Alle Attraktionen sind handwerklich einwandfrei, kreativ und machen Spaß - selbst die Achterbahnen waren für diesen nicht schwindelfreien Karbonsack erheiternd. Wir sprechen hier von der perfektionierten Zähmung der Fliehkräfte.
Wie so oft haben Amerikanismen mehr Sinn, wenn man sie aus den Vereinigten Staaten betrachtet. Der typische Themenpark scheint ein geradezu supergenaues Utensil der kalifornischen Unterhaltung zu sein und passt wie die zuckersüße Faust ins sonnige Auge. Wollt ihr wissen, warum Attraktionen mit Spritzwasser um sich greifen? In der kalifornischen Sonne trocknet das. Souvenirshops schrauben sich in ungeahnte Höhen der Offensichtlichkeit, wenn man ein entsprechend williges Publikum hat - und die Sammler waren auf der Pirsch. Disney T-Shirts überall. Das ist "brand loyalty", liebe Freunde, und ich würd gern mal wissen, wieviel Leute mit "Heidepark" T-Shirt in den Selbigen pilgern. Kostüme und Themen erscheinen glasklar im Spiegel des amerikanischen Disney-Raubrittertums der Weltkultur. Man hat hier das ver-parken von anderen Orten der Welt geradezu erfunden, weil die US-Medienindustrie so stark auf die Verarbeitung von kulturellem Rohmaterial in das Fertigprodukt Unterhaltung ausgelegt ist. Und noch mehr als die Beackerung von Erz oder Öl stellt diese industrielle Polierung von Memen das wahre Kriterium für die erste Welt im 21. Jahrhundert dar.
...was zum Teufel hab ich da gerade gesagt?
Ab und zu findet sich unter der auf Hochglanz getrimmten Oberfläche subversives Material; man denke an Star Tours, eine seit den 80ern fast unveränderte Attraktion mit einem Old-School "Star Wars"-Flair, Splash Mountain als eine der wenigen von Disney gebilligten Zugeständnisse an den ansonsten totgeschwiegenen Film "Onkel Remus' Wunderland" (hier einst stark unter Feuer wegen angeblicher Verharmlosung von Sklavenhaltung) oder eine Statue von Walt Disney und Mickey Maus, wobei die lange Nase des Letzteren etwa auf Hüftniveau des Erstern nach vorne sticht, und wenn man das jetzt von der Seite anguckt...ähem. Schmutzige Gedanken muss man aber selber mitbringen. In dieser Art offenbart sich diese augenscheinlich augenschmunzelnde Unterwelt als Bonusmaterial für Eltern und Teenies, die eine kurze Pause vom visuellen Zuckerschock brauchen. Man kann sich offiziell clever fühlen, diese Geheimnisse zu kennen, als würde man Disney damit etwas auswischen, aber schlussendlich hat man ja trotzdem Eintritt gezahlt. Und ich vermute doch stark, dass es der Firma Disney egal ist, wozu man denn in den Park eingelassen werden wollte, so lange es aus PR-Gründen genügend "plausible deniability" gibt.
Oder, ums genauer auszudrücken, Disney untergräbt das Subversive, macht die Rebellen zu Kunden und lächelt dabei immer brav über die Selbstironie hinweg. Alles sehr amerikanisch.
Und weil ich mich einem solch brillianten Geschäftsmodell nicht entziehen konnte, hab ich mir dort gleich einen schönen Lederhut gekauft. Fotos folgen, sobald ich mein verdammtes Speicherkarten-Lesegerät finde...
Dienstag, 3. Juni 2008
Freitag, 9. Mai 2008
Untot
Was lange gärt, wird endlich Sud! Ja, ja, ich weiß, ich hab euch sehr lange allein gelassen, aber die letzten paar Wochen waren ne Ecke anstrengend. Zum Glück hab ich jetzt alle Vorlesungen hinter mir, nächste Woche noch die Klausuren und dann is Ende im Gelände, Schicht im Schacht, das fatale Finale.
Für diejenigen, die es noch nicht wussten: SDSU hat zwei herausstechende Merkmale, einerseits ist es eines der Party-Colleges überhaupt, andererseits wurde die dritte Staffel von Veronica Mars hier gedreht. Leider haben die Neuigkeiten der Woche was mit Ersterem zu tun. Man hat nämlich am Dienstag bekanntgegeben, dass 33 Studenten verknackt wurden, wegen Drogenhandel und illegalem Waffenbesitz! Auf die Party hab ich aber sowas von keinen Bock...
Ein kleines Ritual, das ich in den letzten Wochen relativ konstant durchgezogen habe, ist Kino am Freitag. Trifft sich ganz gut in meinem Zeitplan, und wird von den vielen guten Filmen dieses Jahr gestützt. In diesem Sinne gebe ich euch vier Film-Meinungen, in je vier Worten, als Dialogzitate!
Street Kings: L.A.'s deadliest white boy.
The Forbidden Kingdom: He's not even Chinese.
Iron Man: Yeah, I can fly.
Speed Racer: Go, Speed Racer, go!
...nich so extrem hilfreich, oder? Ach, guckt sie euch alle an. :)
Was mich am Kinobesuch in den Staaten stört ist das Popcorn. Hat Einer von euch schon mal salziges Popcorn im Kino bestellt? Das gibts hier automatisch. Als ich einen Mitstreiter beim Kinobesuch darauf ansprach, fragte er mich, was ich denn mit süßem Popcorn meine. Von wegen "Karamellpopcorn?" Und die Nachos sind zum Heulen...aber die Hotdogs sind geil.
Lasst euch auf jeden Fall nich verscheissern, dass die USA das Mekka für Snacks ist. Auch hier irrt der gemeine Amerikaner.
Ach ja, eines muss ich noch loswerden: Irgendwann krieg ich mal nen Geschichtenzyklus zum Thema "Besoffene Zimmergenossen" zusammen. Nein, nich das, was ihr jetzt denkt! Dale und Sedat bleiben clean und generell geile Persönlichkeiten. Ich unterbreite euch die unfrohe Kunde von Antonio, unserem neuen fast-Mitbewohner. Dieser offensichtlich nicht mit praktischem Sachverstand gesegnete Zeitgenosse brillierte Montag Nacht damit, an seine Tür (die Wohnung nebenan) lautstark zu klopfen und nach seinen Mitstreitern zu jaulen, da er zwecks C2H5OH im bloodstream die spatiale Konjunktion seines Schlüssels und des Türschlosses nicht zu Stande brachte. Diese Verhaltensmuster setzte sich für viele, viele Minuten fort. Entsprechende Beschwerden führten dazu, das der Toni aus seinem bisherigen Kibutz entfernt wurde, was die Administration unseres Wohnheims dann vor die Frage stellte, wo er nu hin sollte. Man war aus gutem Grunde unwillig, ihn eine Woche vor Semesterende aus dem Heim zu katapultieren, aber wenn ich den Erzählungen Glauben schenken darf, hat Toni seine zweite Chance bereits mehrmals verspielt.
Das Ganze wurde dann für uns dahingehend relevant, dass er unsere Wohnung beziehen sollte, übergangsweise. Das war uns aus ersichtlichen Gründen nicht geheuer, und so schleppten wir unsere Proteste die gesamte Befehlskette hinauf, bis jemand auf die Idee kam, dass wir zuviel Ärger machen würden, wenn eine solche Schnapsidee bis zur Implementierung durchgezogen werden würde. (Fragt mich nich, was das für ne Zeitform sein soll, Tante Geli weiß es vielleicht :) ) Und so wurde dieses abgeschmettert, und wir leben weiter in geruhsamer Dreisamkeit. Trifft sich ganz gut so, wir haben schon keinen Platz im Kühlschrank...
Für diejenigen, die es noch nicht wussten: SDSU hat zwei herausstechende Merkmale, einerseits ist es eines der Party-Colleges überhaupt, andererseits wurde die dritte Staffel von Veronica Mars hier gedreht. Leider haben die Neuigkeiten der Woche was mit Ersterem zu tun. Man hat nämlich am Dienstag bekanntgegeben, dass 33 Studenten verknackt wurden, wegen Drogenhandel und illegalem Waffenbesitz! Auf die Party hab ich aber sowas von keinen Bock...
Ein kleines Ritual, das ich in den letzten Wochen relativ konstant durchgezogen habe, ist Kino am Freitag. Trifft sich ganz gut in meinem Zeitplan, und wird von den vielen guten Filmen dieses Jahr gestützt. In diesem Sinne gebe ich euch vier Film-Meinungen, in je vier Worten, als Dialogzitate!
Street Kings: L.A.'s deadliest white boy.
The Forbidden Kingdom: He's not even Chinese.
Iron Man: Yeah, I can fly.
Speed Racer: Go, Speed Racer, go!
...nich so extrem hilfreich, oder? Ach, guckt sie euch alle an. :)
Was mich am Kinobesuch in den Staaten stört ist das Popcorn. Hat Einer von euch schon mal salziges Popcorn im Kino bestellt? Das gibts hier automatisch. Als ich einen Mitstreiter beim Kinobesuch darauf ansprach, fragte er mich, was ich denn mit süßem Popcorn meine. Von wegen "Karamellpopcorn?" Und die Nachos sind zum Heulen...aber die Hotdogs sind geil.
Lasst euch auf jeden Fall nich verscheissern, dass die USA das Mekka für Snacks ist. Auch hier irrt der gemeine Amerikaner.
Ach ja, eines muss ich noch loswerden: Irgendwann krieg ich mal nen Geschichtenzyklus zum Thema "Besoffene Zimmergenossen" zusammen. Nein, nich das, was ihr jetzt denkt! Dale und Sedat bleiben clean und generell geile Persönlichkeiten. Ich unterbreite euch die unfrohe Kunde von Antonio, unserem neuen fast-Mitbewohner. Dieser offensichtlich nicht mit praktischem Sachverstand gesegnete Zeitgenosse brillierte Montag Nacht damit, an seine Tür (die Wohnung nebenan) lautstark zu klopfen und nach seinen Mitstreitern zu jaulen, da er zwecks C2H5OH im bloodstream die spatiale Konjunktion seines Schlüssels und des Türschlosses nicht zu Stande brachte. Diese Verhaltensmuster setzte sich für viele, viele Minuten fort. Entsprechende Beschwerden führten dazu, das der Toni aus seinem bisherigen Kibutz entfernt wurde, was die Administration unseres Wohnheims dann vor die Frage stellte, wo er nu hin sollte. Man war aus gutem Grunde unwillig, ihn eine Woche vor Semesterende aus dem Heim zu katapultieren, aber wenn ich den Erzählungen Glauben schenken darf, hat Toni seine zweite Chance bereits mehrmals verspielt.
Das Ganze wurde dann für uns dahingehend relevant, dass er unsere Wohnung beziehen sollte, übergangsweise. Das war uns aus ersichtlichen Gründen nicht geheuer, und so schleppten wir unsere Proteste die gesamte Befehlskette hinauf, bis jemand auf die Idee kam, dass wir zuviel Ärger machen würden, wenn eine solche Schnapsidee bis zur Implementierung durchgezogen werden würde. (Fragt mich nich, was das für ne Zeitform sein soll, Tante Geli weiß es vielleicht :) ) Und so wurde dieses abgeschmettert, und wir leben weiter in geruhsamer Dreisamkeit. Trifft sich ganz gut so, wir haben schon keinen Platz im Kühlschrank...
Donnerstag, 17. April 2008
Schmelztiegel
Hier gibts nochn paar Bildchen von Death Valley. Zwei Wochen Warten und mir fällt nix gescheites dazu ein. Wüste, halt, heiß und so.
Was uns zum heutigen Thema bringt: ich glaub, ich schmelz bald. Die Temperaturen hier klettern unerhört. Zum Glück hat euer aller Robert immer nen Hut dabei und schmäht das Wasser nich, sonst hätte ich vermutlich schon nen Hitzschlag aufm Kerbholz. Der Vorteil des Ganzen ist natürlich, dass es ne Ecke einfacher ist, bei Sonne im Schatten zu sitzen, als bei Regen nicht nass zu werden.
So fand ich mich neulich mit einer längeren Pause und einem Bagel mit Frischkäse am SDSU-eigenen Teich, nahe den West Commons. Einfach mal auf nen Stein hocken und das Leben an sich vorbei ziehen lassen. Neben mit hockt eine Schildkröte und schaut mich argwöhnisch an, bevor sie sich wieder auf das Sonnenbaden konzentriert. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten verstehen wir uns beide. Ich denke über so viele blöde Dinge nach, wenn ich zuviel Ruhe habe. Die Wahlen. Das mein Auslandsemester gar nicht mehr so lange dauert. Wie normal es geworden ist, dass ich den ganzen Tag kein Wort Deutsch rede. Und was mir die Schildkröten wohl erzählen könnten, vom Trubel und den Menschen, die diesen produzieren.
Eigentlich hat mans so als Schildkröte im SDSU-Teich gar nicht schlecht. Gutes Wetter, massig Sonne, keine kleinen Kinder...einfach nur das Leben genießen.
Sozusagen als Chillkröte.
Was uns zum heutigen Thema bringt: ich glaub, ich schmelz bald. Die Temperaturen hier klettern unerhört. Zum Glück hat euer aller Robert immer nen Hut dabei und schmäht das Wasser nich, sonst hätte ich vermutlich schon nen Hitzschlag aufm Kerbholz. Der Vorteil des Ganzen ist natürlich, dass es ne Ecke einfacher ist, bei Sonne im Schatten zu sitzen, als bei Regen nicht nass zu werden.
So fand ich mich neulich mit einer längeren Pause und einem Bagel mit Frischkäse am SDSU-eigenen Teich, nahe den West Commons. Einfach mal auf nen Stein hocken und das Leben an sich vorbei ziehen lassen. Neben mit hockt eine Schildkröte und schaut mich argwöhnisch an, bevor sie sich wieder auf das Sonnenbaden konzentriert. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten verstehen wir uns beide. Ich denke über so viele blöde Dinge nach, wenn ich zuviel Ruhe habe. Die Wahlen. Das mein Auslandsemester gar nicht mehr so lange dauert. Wie normal es geworden ist, dass ich den ganzen Tag kein Wort Deutsch rede. Und was mir die Schildkröten wohl erzählen könnten, vom Trubel und den Menschen, die diesen produzieren.
Eigentlich hat mans so als Schildkröte im SDSU-Teich gar nicht schlecht. Gutes Wetter, massig Sonne, keine kleinen Kinder...einfach nur das Leben genießen.
Sozusagen als Chillkröte.
Dienstag, 1. April 2008
San Francisco - Der Komödie dritter Teil
(Fotos hier.)
Eigentlich nich viel zu erzählen hier. Schöne Fotos vom UC Berkeley Campus (kleine Tour von Caitlyn) und der Golden Gate Bridge sowie den alten Befestigungen am Eingang der Bucht. Sieht doch alles niedlich aus, oder?
Ach so, eins muss ich noch sagen: Gewisse Personen sorgen sich ja immer noch darum, das ich so wenig Zeugs kaufe. Das haben wir Montag abgestellt, aber gründlich...nach einigem Suchen nach neuer Hose für mich führte uns Caitlyn in einen Army-Shop. Hose und T-Shirt in Himmeltarn, Trageweste, Tragegeschirr, zwei Gürtel und eine Umhängetasche für insgesamt 150 Kröten, vollkommen abgesahnt. :)
Eigentlich nich viel zu erzählen hier. Schöne Fotos vom UC Berkeley Campus (kleine Tour von Caitlyn) und der Golden Gate Bridge sowie den alten Befestigungen am Eingang der Bucht. Sieht doch alles niedlich aus, oder?
Ach so, eins muss ich noch sagen: Gewisse Personen sorgen sich ja immer noch darum, das ich so wenig Zeugs kaufe. Das haben wir Montag abgestellt, aber gründlich...nach einigem Suchen nach neuer Hose für mich führte uns Caitlyn in einen Army-Shop. Hose und T-Shirt in Himmeltarn, Trageweste, Tragegeschirr, zwei Gürtel und eine Umhängetasche für insgesamt 150 Kröten, vollkommen abgesahnt. :)
San Francisco - Der Tragödie zweiter Teil
(Fotos gibts hier. Leider genau in der rückwärtigen Reihenfolge, aus irgendeinem belämmerten Grund.)
Tach Zwo! (Ganz kurz.)
Zunächst mal morgens Bagel reingestopft, leckere Sache das. Um mal eine Winzigkeit klarzustellen: unser Hotel befindet sich in Berkeley, einer Stadt im San Francisco Bay. Berkeley ist im Wesentlichen die Heimat aller Liberalen, Burnouts und Freaks - genau meine Gegend hier. :)
Wir düsen über die Bay Bridge nach San Francisco rüber, zum Hafen. Erster Stop: Pier 33, wo unsere Fähre nach Alcatraz ablegt.
Alcatraz is sowohl Festung als auch Gefängnis. Ich knippse wie bekloppt, das ganze kennt man ja (oder denkt man zumindest). Sehr schöne Insel, viele Pflanzen und Vögel, aber extrem windig.
Danach Meeresfrüchte verspeisen, mmmh, lecker...
Wir cruisen durch die Touristensektion. Einer unserer Stops ist der International Spy Shop. Zwischen Kameras und Katanas...
Zurück zum Auto, rumkurven. SF is hügelig wie Sau.
Coit Tower! Geniale Aussicht auf die Bay.
Dann ab zum In'n'Out, genialen Double-Double essen. Daran denkt der Big Mac, wenn er sich Abends in den Schlaf heult...
Mehr von mir, wenn ich mehr als 10 Minuten hab...
Tach Zwo! (Ganz kurz.)
Zunächst mal morgens Bagel reingestopft, leckere Sache das. Um mal eine Winzigkeit klarzustellen: unser Hotel befindet sich in Berkeley, einer Stadt im San Francisco Bay. Berkeley ist im Wesentlichen die Heimat aller Liberalen, Burnouts und Freaks - genau meine Gegend hier. :)
Wir düsen über die Bay Bridge nach San Francisco rüber, zum Hafen. Erster Stop: Pier 33, wo unsere Fähre nach Alcatraz ablegt.
Alcatraz is sowohl Festung als auch Gefängnis. Ich knippse wie bekloppt, das ganze kennt man ja (oder denkt man zumindest). Sehr schöne Insel, viele Pflanzen und Vögel, aber extrem windig.
Danach Meeresfrüchte verspeisen, mmmh, lecker...
Wir cruisen durch die Touristensektion. Einer unserer Stops ist der International Spy Shop. Zwischen Kameras und Katanas...
Zurück zum Auto, rumkurven. SF is hügelig wie Sau.
Coit Tower! Geniale Aussicht auf die Bay.
Dann ab zum In'n'Out, genialen Double-Double essen. Daran denkt der Big Mac, wenn er sich Abends in den Schlaf heult...
Mehr von mir, wenn ich mehr als 10 Minuten hab...
Sonntag, 30. März 2008
San Francisco - Der Travestie erster Teil
Hallo, liebe Freunde der Sonne! Es grüßt der Robert vom heiligen Franz. Äh, San Francisco natürlich. (Klingt doch auf Spanisch irgendwie cooler, oder?)
Die gestrigen Ereignisse bewegen sich im Kontext einer verschlungenen Lokomotion unter Einbeziehung eines beräderten Utensils mit Dinosaurierbefeuerung, sprich: Roadtrip! Kinners, ihr glaubt mir jetzt nicht, wie weit das ist, von Huntington Beach hoch nach San Fran, aber es ist weit...so etwa Hannover-München, wenn man den direkten Weg nimmt. Was wir natürlich nicht taten.
Zuerst führte mich Kasey zum Meridian's, wo wir uns in aller gegebenen Ruhe ordentliche Mengen an Pepperoni-Pizza reinzogen. Mittagfressen halt.


Wir wählten die landschäftliche schöne Route, größtenteils dem Pacific Coast Highway folgend. Das führte uns unter anderem durch solche Landschaften...


Hat was Irlandiges, nich? (Naja, weniger besoffene Iren. Wenn man das als Pluspunkt buchen will.)

Hier sehen wir die Staatenblume Kaliforniens, der kalifornische Mohn. Wie man das jetzt aufs Brötchen bröselt, weiß ich auch nicht.

Ab und zu müssen wir unseren Vorrat an toten Urzeitechsen ergänzen. Ich glaub, die Gallone war mal ein Diplodocus.

"Klifftastisch!" Das hier ist Nordkalifornien, Baby. Hier gibts Strand...für Erwachsene.
Was folgt, ist die haarsträubenste Küstenstraße, die man mit Steuergeldern bauen kann. Auf etwa 100 Meilen ist der PCH...sehr pazifisch, seh küstennah, sowas von kein Highway. Kasey nimmt die Kurven gelassen, ich bemächtige mich der Innenausstattung des Wagens und freue mich insgeheim, wenn wir hinter einem Wohnwagen feststecken. Das ist genau die Art von Straße, die man einspurig auslegen sollte, und zwar wortwörtlich in eine Richtung - vor allem wenn Kasey Kagawa die Karosse reitet und der Winkel seines Grinsens von der Wahrscheinlichkeit einer schröcklichen Kollision mit dem Gegenverkehr abhängt. Er fragt mich ganz nebenbei, ob ich denn was "richtig geiles" sehen will. Sicher, sag ich, denn ich bin mir ziemlich sicher, das wir dafür anhalten müssen.
Wir cruisen lässigst und in tiefster Verachtung für die Gesetze der Natur in das Parkareal des "Julia Pfeiffer Burns" Staatsparks.

Was denn, Wald? Hier? Wir sind wohl echt in Nordkalifornien. Kasey führt mich an einem gut ausgeschilderten Pfad zu einem Aussichtspunkt, wo dieses Photo entsteht.

Na, könnt ihr es sehen?

Wasserfall! (Und Menschen da unten. Dieser Teil wird uns gleich ins Verderben reißen.)
Jetzt fragt ihr euch natürlich nur eines: "Aber Robert, du genialster aller Urlaubsknippser, wo ist denn der Weg zum Strand da unten? Den seh ich auf deinem ansonsten vollkommen granatenstarken Bild ja gar nicht. Bin ich denn blind?"
Worauf ich sagen würde: "Danke fürs Schleimen, und es gibt keinen Weg zum Strand."
Wie kommen die Leute da also hin? Definieren wir Weg: Im Sinne eines Pfades gibt es ihn nicht. Im Sinne einer Möglichkeit, von der Klippe oben bis zum Strand zu kommen? Wir denken, dass das gehen muss. Nach zwanzig Minuten suchen und dem Überwinden mehrerer Absperrungen sehen wir vor uns die Klippe, etwa zehn Meter unter uns einige alte Betonstufen und fünfzig Meter unter uns Wellen, die gegen die Felswand schellen.
Alle Kinder unter 16 halten sich jetzt bitte die Augen zu...
In Todesverachtung schuffeln wir langsam die Klippe hinunter. Jeder Stein könnte lose sein, wir greifen nach allem, was fest aussieht, und kraxeln langsam nach unten zu den Stufen. Scharfer Wind bläst von der Seite. Wir sind uns nicht zu fein, uns auf unsere Hintern zu packen und langsam auf den engen alten Pfad nach vorne zu rutschen. Nach einigen Stufen und zehn Minuten sind wir jetzt auf dem Felsen, der ins Meer hineinragt. Das Runterklettern zum Strand ist dagegen Kinderkacke...
Jetzt stehen wir im Sand, die Flut kommt, und ein Felsen versperrt uns den Weg zum Wasserfall. Was machen wir? Wir warten, bis die Welle bricht und das Wasser abläuft, und rennen wie die Teufel...
Ergebnis: meine Jeans bis zu den Knien nass, Schuhe und Strümpfe abgesoffen und mit Kieseln übersäat. Bei Kasey ähnlich, aber ihm hats gleich die ganze Jeans durchgesifft. Ich mache schnell ein paar Fotos, zum Beispiel dieses...

Und dann der gleiche Spießrutenlauf mit der nächsten Welle, wir sind wieder im "sicheren" Teil des Strandes. Ich ziehe meine Schuhe aus und schütte den Kies raus, zieh meine Socken aus und wickele sie um meine Hände. Wir machen uns an den Aufstieg. Ich guck nur nach oben auf die Felsen, auf den Weg, den wir wieder hoch klettern müssen.
Scheisse.
Fuck.
Fuck-scheisse.
Mit der Kraft der Verzweiflung wickel ich die Socken um meine Hände (zum Schutz vor den Felsen) und wir machen uns auf den Aufstieg. Bis auf den Meeresfelsen schaffen wir es ohne größere Probleme, dann über den schmalen Grat zurück zur Felswand, und hier wirds richtig lustitsch. Das ist vertikal, liebe Freunde und Mitfiebernde, die längsten zehn Meter meines Lebens. Irgendwie schaffen wir es. Irgendwie, keine Ahnung, von einem Halt zum nächsten, Hand, Fuss, jede Bewegung testet unseren Halt aufs Neue, Steine bröckeln unter meinen Fingern hinweg. Meine Beine brennen vor Anstrengung, ich keuche und japse nach Luft. Verdammt, wir sind oben, wir stehen auf festem Boden, wir habens geschafft.
Hallelujah.
Schadensbilanz: Jeans dreckig und nass, Socken dreckig und nass, Schuhe dreckig und nass, Hände dreckig, mein Blut besteht zu 2/3 aus Adrenalin. Aber wir habens geschafft. Gott wacht über kleine Kinder und Idioten wie uns.
Wir steigen ins Auto, wechseln Klamotten, fahren weiter. Die Stereoanlage springt auf Spider Bait - Black Betty.
Fenster runter, Faust, Ziegefinger und kleiner Finger gen Himmel. Headbangen bis zum Genickbruch. Wir donnern und krachen aufm PCH, Stereo auf Anschlag. Wir sind die Helden.
Ach ja, und dann sind wir irgendwann in San Francisco. Uups, wann ist das denn passiert? :D
Die gestrigen Ereignisse bewegen sich im Kontext einer verschlungenen Lokomotion unter Einbeziehung eines beräderten Utensils mit Dinosaurierbefeuerung, sprich: Roadtrip! Kinners, ihr glaubt mir jetzt nicht, wie weit das ist, von Huntington Beach hoch nach San Fran, aber es ist weit...so etwa Hannover-München, wenn man den direkten Weg nimmt. Was wir natürlich nicht taten.
Zuerst führte mich Kasey zum Meridian's, wo wir uns in aller gegebenen Ruhe ordentliche Mengen an Pepperoni-Pizza reinzogen. Mittagfressen halt.
Wir wählten die landschäftliche schöne Route, größtenteils dem Pacific Coast Highway folgend. Das führte uns unter anderem durch solche Landschaften...
Hat was Irlandiges, nich? (Naja, weniger besoffene Iren. Wenn man das als Pluspunkt buchen will.)
Hier sehen wir die Staatenblume Kaliforniens, der kalifornische Mohn. Wie man das jetzt aufs Brötchen bröselt, weiß ich auch nicht.
Ab und zu müssen wir unseren Vorrat an toten Urzeitechsen ergänzen. Ich glaub, die Gallone war mal ein Diplodocus.
"Klifftastisch!" Das hier ist Nordkalifornien, Baby. Hier gibts Strand...für Erwachsene.
Was folgt, ist die haarsträubenste Küstenstraße, die man mit Steuergeldern bauen kann. Auf etwa 100 Meilen ist der PCH...sehr pazifisch, seh küstennah, sowas von kein Highway. Kasey nimmt die Kurven gelassen, ich bemächtige mich der Innenausstattung des Wagens und freue mich insgeheim, wenn wir hinter einem Wohnwagen feststecken. Das ist genau die Art von Straße, die man einspurig auslegen sollte, und zwar wortwörtlich in eine Richtung - vor allem wenn Kasey Kagawa die Karosse reitet und der Winkel seines Grinsens von der Wahrscheinlichkeit einer schröcklichen Kollision mit dem Gegenverkehr abhängt. Er fragt mich ganz nebenbei, ob ich denn was "richtig geiles" sehen will. Sicher, sag ich, denn ich bin mir ziemlich sicher, das wir dafür anhalten müssen.
Wir cruisen lässigst und in tiefster Verachtung für die Gesetze der Natur in das Parkareal des "Julia Pfeiffer Burns" Staatsparks.
Was denn, Wald? Hier? Wir sind wohl echt in Nordkalifornien. Kasey führt mich an einem gut ausgeschilderten Pfad zu einem Aussichtspunkt, wo dieses Photo entsteht.
Na, könnt ihr es sehen?
Wasserfall! (Und Menschen da unten. Dieser Teil wird uns gleich ins Verderben reißen.)
Jetzt fragt ihr euch natürlich nur eines: "Aber Robert, du genialster aller Urlaubsknippser, wo ist denn der Weg zum Strand da unten? Den seh ich auf deinem ansonsten vollkommen granatenstarken Bild ja gar nicht. Bin ich denn blind?"
Worauf ich sagen würde: "Danke fürs Schleimen, und es gibt keinen Weg zum Strand."
Wie kommen die Leute da also hin? Definieren wir Weg: Im Sinne eines Pfades gibt es ihn nicht. Im Sinne einer Möglichkeit, von der Klippe oben bis zum Strand zu kommen? Wir denken, dass das gehen muss. Nach zwanzig Minuten suchen und dem Überwinden mehrerer Absperrungen sehen wir vor uns die Klippe, etwa zehn Meter unter uns einige alte Betonstufen und fünfzig Meter unter uns Wellen, die gegen die Felswand schellen.
Alle Kinder unter 16 halten sich jetzt bitte die Augen zu...
In Todesverachtung schuffeln wir langsam die Klippe hinunter. Jeder Stein könnte lose sein, wir greifen nach allem, was fest aussieht, und kraxeln langsam nach unten zu den Stufen. Scharfer Wind bläst von der Seite. Wir sind uns nicht zu fein, uns auf unsere Hintern zu packen und langsam auf den engen alten Pfad nach vorne zu rutschen. Nach einigen Stufen und zehn Minuten sind wir jetzt auf dem Felsen, der ins Meer hineinragt. Das Runterklettern zum Strand ist dagegen Kinderkacke...
Jetzt stehen wir im Sand, die Flut kommt, und ein Felsen versperrt uns den Weg zum Wasserfall. Was machen wir? Wir warten, bis die Welle bricht und das Wasser abläuft, und rennen wie die Teufel...
Ergebnis: meine Jeans bis zu den Knien nass, Schuhe und Strümpfe abgesoffen und mit Kieseln übersäat. Bei Kasey ähnlich, aber ihm hats gleich die ganze Jeans durchgesifft. Ich mache schnell ein paar Fotos, zum Beispiel dieses...
Und dann der gleiche Spießrutenlauf mit der nächsten Welle, wir sind wieder im "sicheren" Teil des Strandes. Ich ziehe meine Schuhe aus und schütte den Kies raus, zieh meine Socken aus und wickele sie um meine Hände. Wir machen uns an den Aufstieg. Ich guck nur nach oben auf die Felsen, auf den Weg, den wir wieder hoch klettern müssen.
Scheisse.
Fuck.
Fuck-scheisse.
Mit der Kraft der Verzweiflung wickel ich die Socken um meine Hände (zum Schutz vor den Felsen) und wir machen uns auf den Aufstieg. Bis auf den Meeresfelsen schaffen wir es ohne größere Probleme, dann über den schmalen Grat zurück zur Felswand, und hier wirds richtig lustitsch. Das ist vertikal, liebe Freunde und Mitfiebernde, die längsten zehn Meter meines Lebens. Irgendwie schaffen wir es. Irgendwie, keine Ahnung, von einem Halt zum nächsten, Hand, Fuss, jede Bewegung testet unseren Halt aufs Neue, Steine bröckeln unter meinen Fingern hinweg. Meine Beine brennen vor Anstrengung, ich keuche und japse nach Luft. Verdammt, wir sind oben, wir stehen auf festem Boden, wir habens geschafft.
Hallelujah.
Schadensbilanz: Jeans dreckig und nass, Socken dreckig und nass, Schuhe dreckig und nass, Hände dreckig, mein Blut besteht zu 2/3 aus Adrenalin. Aber wir habens geschafft. Gott wacht über kleine Kinder und Idioten wie uns.
Wir steigen ins Auto, wechseln Klamotten, fahren weiter. Die Stereoanlage springt auf Spider Bait - Black Betty.
Fenster runter, Faust, Ziegefinger und kleiner Finger gen Himmel. Headbangen bis zum Genickbruch. Wir donnern und krachen aufm PCH, Stereo auf Anschlag. Wir sind die Helden.
Ach ja, und dann sind wir irgendwann in San Francisco. Uups, wann ist das denn passiert? :D
Montag, 17. März 2008
Beißbehindert!
Da springt mir doch heute beim Mittagessen ne Ecke vom Schneidezahn ab!
Nein, euer aller Robert jault nicht vor Schmerz, weil diese jene Ecke sowieso fake war (schon vor Jahren als Blende aufgesetzt) und daher nix von der Substanz des Zahnes verloren ist. Sieht halt nicht so geil aus im Moment, aber das werde ich schleunigst korrigieren lassen, sobald ich wieder in heimischen Gefilden weile.
Für die nächstes (knapp) drei Monate wirds nun halt mitm Lächeln nich mehr so ganz gut klappen, aber damit muss man hier im toughen Ausland zurechtkommen. Ansonsten habe ich aber bis jetzt alles ohne größere Blessuren überstanden.
Es grüßt der Kaukrüppel,
Robert
Nein, euer aller Robert jault nicht vor Schmerz, weil diese jene Ecke sowieso fake war (schon vor Jahren als Blende aufgesetzt) und daher nix von der Substanz des Zahnes verloren ist. Sieht halt nicht so geil aus im Moment, aber das werde ich schleunigst korrigieren lassen, sobald ich wieder in heimischen Gefilden weile.
Für die nächstes (knapp) drei Monate wirds nun halt mitm Lächeln nich mehr so ganz gut klappen, aber damit muss man hier im toughen Ausland zurechtkommen. Ansonsten habe ich aber bis jetzt alles ohne größere Blessuren überstanden.
Es grüßt der Kaukrüppel,
Robert
Samstag, 8. März 2008
Autobahn in die Gefahrenzone
Ich gebs ja zu, ich bin faul. Die Personifikation der Faulheit, der Avatar des kosmischen Konzeptes der Faulheit. Sollte ich jemals mit Arbeit in Berührung kommen, wird die daraus resultierende Explosion genügend Staub in den Himmel schleudern, um eine neue Eiszeit auszulösen.
Oder habt ihr ne bessere Erklärung dafür, dass es zwei Wochen gedauert hat, bis ich euch von meinem Ausflug zur USS Midway erzähle?
Reden wir mal kurz über Flugzeugträger. Das Konzept eines spezialisieren Trägers stammt aus dem 2. WK, und da kommt die Midway auch her - nicht mehr rechtzeitig für "den Kriech!", aber über solche Feinheiten sehen wir wohlwollend hinweg. Was die kleine Schaluppe aber danach zu Stande brachte, darüber darf man sich freuen: Korea, Vietnam, Desert Storm - 50 Jahre lang hat die Midway schwimmende Raststätte für die Ritter der Lüfte gespielt. Seit vier Jahren ist sie nun Museumsschiff im Hafen von San Diego.
Wer musste da hin? Kleiner Tipp: Der Typ, der das hier schribselt.
Wie groß so ein Dampfer in schnittigem Blaugrau doch sein kann! Das bewegt sich in Richtung Kreuzfahrtschiff, von der Klasse her, aber wenige Minuten nach Betreten des Selbigen wird mir klar, dass die Animation hier an Bord wohl eher von minderer Bedeutung gewesen sein muss. Da baut sich fast sofort ein riesiger Kontrast auf: Der Hangar unter dem Flugdeck ist riesig, massivst sozusagen, und das ist ohne Zweifel der größte zusammenhängende Raum, den ich je an Bord eines Schiffes gesehen habe. Aber die Tour führt uns zu den unteren Decks, und jetzt kommen wir zum Schwarz gegen das Hangar-Weiß.
Macht mal bitte folgendes Experiment: Sucht euch den nächsten Türrahmen und stellt euch hinein. Schaut euch um - zu den Seiten und nach oben ist doch noch mächtig Luft, oder? (Falls nicht, empfehle ich Slim Fast.) Nun denkt euch mal in die US Navy hinein - aber nicht zu tief, dass gibt Kopfschmerzen - und stellt euch vor, dass ihr so viel wie möglich in ein begrenztes Volumen reinpacken wollt. Wie sieht euer Türrahmen jetzt aus?
Okay, ich gebe zu, ganz so eng wie in der U995 beim Marine-Denkmal Laboe ist es nicht. (Ich weiß, der Vergleich ist für meine Leserschaft unglaublich hilfreich...) Aber es ist sehr eng. In den Mannschaftsquartieren wären Doppelstockbetten Luxus - hier stapelten sich die flotten Kerle zu dritt. (Aber erst nach Dienstschluss...) Und überall, wo Leute nicht ständig rumstehen müssen, ist Ducken angesagt - Kabelschächte, Rohre, Kabel ohne Schächte, Schächte ohne Kabel (aber mit Rohren), alles das versaut dem Seemann sein morgentliches Aerobic-Programm gewaltig. Von den Duschen wollen wir hier gar nicht erst reden.
Bei den Offzen werden die Quartiere etwas gemütlicher, hier kann man langsam Ellenbogen abspreizen und bei der Bettenbelegung munter "oben" oder "unten" angeben, ohne sich über solche Horrorszenarien wie den Mittelschlaf sorgen zu müssen. Richtig geil wirds allerdings nur für den Käptn und seinen Ersten Offizier, denn die haben jeweils ein kleines Apartment - etwa die Größe von dem, was man in Deutschland als ordentliches Wohnzimmer definieren würde. Die Sanitäranlagen sind allesamt Teufelswerk, aber wer hier unten nicht kirre wird, kommt damit auch zurecht...
Anschließend noch weiter nach unten. Kurzer Stopp in der Brig, dann in den Maschinenraum, heiligs Blechle, der Maschinenraum! In froh bebilderten Tafeln schildert man uns das Leben der Inschenörs-Jehilven (so würden sie heißen, wenn sie Sachsen wären...), wie sie durch die Boiler krabbeln und den Ruß von innen abkratzen. Solche Zähigkeit muss man respektieren, aber mir fehlt ein gewisses Grundverständnis für die dazugehörige Dämlichkeit, sich auf sowas überhaupt einzulassen...da lob ich mir doch meine Deutsche Luftwaffe, da kriegen wir beim dreckig werden wenigstens keine Klaustrophobie.
Wart ihr schonmal in der Wäscherei von nem Kriegsschiff? Das ist - um mich eines Anglizismusses zu bemächtigen - hardcore. Dass sind keine Trommelschleudern von AEG, sondern Waschmaschinen, als wären sie von Onkel Sam höchstpersönlich aus einem massiven Block Stahl geschnitzt wurden. Wenn ich da meine Unterwäsche reinwerfen würde, dann wären auch meine schwarzen Slips am Ende weiß, wenn ihr versteht, was ich meine - das ist wie Landstraßen fahren mit nem Panzer, der absolute Overkill. Ach, und ne Werkstatt haben sie auch. Zum Teile basteln. Das ist, glaube ich, das absolut erste Mal, dass ich eine Drehbank an Bord eines Schiffes gesehen habe. Und natürlich eine Krankenstation mit Medikamentenausgabe, OP, Intensivstation und Röntgenapparat. Irgendwo müssen sich die Jungs nach Landgang ja wieder erholen könne.
Dann ab in die Kanne(n), denn es gibt - meiner Zählung nach - vier verschiedene Essenssäale (oder Essensäale? Das weiß nur der Herr Mackowiak), und das hat alles seine Richtigkeit so. Die Mannschafter sind natürlich wieder gearscht - ein Munitionslift geht direkt bei denen durch den Saal. Ich weiß ja nich, wie ihr das seht, aber wenn ich an meinem Labskaus löffel und mir dann ansehen muss, wie ein paar arme Säcke ein 500-Pfund Splitterbombe aufs Flugdeck karren, da wärs mir etwas seltsam zumute. Vor allem wegen dem Labskaus.
Auf dem Flugdeck aalen sich die Düsenjäger und Chopper (im Sinne Helikopter, nicht im Sinne Harley Davidson - was wohl auch cool wäre...) in der fetten südkalifornischen Sonne. Ich glotze. Nochmal unter Deck, diesmal in die Kommandozentrale für die Admiräle. Ach, da haben wir ja schon die größte Kajüte an Bord, für die armen Männer, die schwer an ihren Abzeichen tragen. Man gönnt sich ja sonst nix.
Und weil ich einerseits so faul bin und andererseits so an die 200 Fotos gemacht habe, muss ich mich schon wieder entschuldigen. Knippserlein werden nachgebessert, sobald ich mich entschieden habe, was ich euch antun kann.
Bis zum Übernächsten,
Robert
Oder habt ihr ne bessere Erklärung dafür, dass es zwei Wochen gedauert hat, bis ich euch von meinem Ausflug zur USS Midway erzähle?
Reden wir mal kurz über Flugzeugträger. Das Konzept eines spezialisieren Trägers stammt aus dem 2. WK, und da kommt die Midway auch her - nicht mehr rechtzeitig für "den Kriech!", aber über solche Feinheiten sehen wir wohlwollend hinweg. Was die kleine Schaluppe aber danach zu Stande brachte, darüber darf man sich freuen: Korea, Vietnam, Desert Storm - 50 Jahre lang hat die Midway schwimmende Raststätte für die Ritter der Lüfte gespielt. Seit vier Jahren ist sie nun Museumsschiff im Hafen von San Diego.
Wer musste da hin? Kleiner Tipp: Der Typ, der das hier schribselt.
Wie groß so ein Dampfer in schnittigem Blaugrau doch sein kann! Das bewegt sich in Richtung Kreuzfahrtschiff, von der Klasse her, aber wenige Minuten nach Betreten des Selbigen wird mir klar, dass die Animation hier an Bord wohl eher von minderer Bedeutung gewesen sein muss. Da baut sich fast sofort ein riesiger Kontrast auf: Der Hangar unter dem Flugdeck ist riesig, massivst sozusagen, und das ist ohne Zweifel der größte zusammenhängende Raum, den ich je an Bord eines Schiffes gesehen habe. Aber die Tour führt uns zu den unteren Decks, und jetzt kommen wir zum Schwarz gegen das Hangar-Weiß.
Macht mal bitte folgendes Experiment: Sucht euch den nächsten Türrahmen und stellt euch hinein. Schaut euch um - zu den Seiten und nach oben ist doch noch mächtig Luft, oder? (Falls nicht, empfehle ich Slim Fast.) Nun denkt euch mal in die US Navy hinein - aber nicht zu tief, dass gibt Kopfschmerzen - und stellt euch vor, dass ihr so viel wie möglich in ein begrenztes Volumen reinpacken wollt. Wie sieht euer Türrahmen jetzt aus?
Okay, ich gebe zu, ganz so eng wie in der U995 beim Marine-Denkmal Laboe ist es nicht. (Ich weiß, der Vergleich ist für meine Leserschaft unglaublich hilfreich...) Aber es ist sehr eng. In den Mannschaftsquartieren wären Doppelstockbetten Luxus - hier stapelten sich die flotten Kerle zu dritt. (Aber erst nach Dienstschluss...) Und überall, wo Leute nicht ständig rumstehen müssen, ist Ducken angesagt - Kabelschächte, Rohre, Kabel ohne Schächte, Schächte ohne Kabel (aber mit Rohren), alles das versaut dem Seemann sein morgentliches Aerobic-Programm gewaltig. Von den Duschen wollen wir hier gar nicht erst reden.
Bei den Offzen werden die Quartiere etwas gemütlicher, hier kann man langsam Ellenbogen abspreizen und bei der Bettenbelegung munter "oben" oder "unten" angeben, ohne sich über solche Horrorszenarien wie den Mittelschlaf sorgen zu müssen. Richtig geil wirds allerdings nur für den Käptn und seinen Ersten Offizier, denn die haben jeweils ein kleines Apartment - etwa die Größe von dem, was man in Deutschland als ordentliches Wohnzimmer definieren würde. Die Sanitäranlagen sind allesamt Teufelswerk, aber wer hier unten nicht kirre wird, kommt damit auch zurecht...
Anschließend noch weiter nach unten. Kurzer Stopp in der Brig, dann in den Maschinenraum, heiligs Blechle, der Maschinenraum! In froh bebilderten Tafeln schildert man uns das Leben der Inschenörs-Jehilven (so würden sie heißen, wenn sie Sachsen wären...), wie sie durch die Boiler krabbeln und den Ruß von innen abkratzen. Solche Zähigkeit muss man respektieren, aber mir fehlt ein gewisses Grundverständnis für die dazugehörige Dämlichkeit, sich auf sowas überhaupt einzulassen...da lob ich mir doch meine Deutsche Luftwaffe, da kriegen wir beim dreckig werden wenigstens keine Klaustrophobie.
Wart ihr schonmal in der Wäscherei von nem Kriegsschiff? Das ist - um mich eines Anglizismusses zu bemächtigen - hardcore. Dass sind keine Trommelschleudern von AEG, sondern Waschmaschinen, als wären sie von Onkel Sam höchstpersönlich aus einem massiven Block Stahl geschnitzt wurden. Wenn ich da meine Unterwäsche reinwerfen würde, dann wären auch meine schwarzen Slips am Ende weiß, wenn ihr versteht, was ich meine - das ist wie Landstraßen fahren mit nem Panzer, der absolute Overkill. Ach, und ne Werkstatt haben sie auch. Zum Teile basteln. Das ist, glaube ich, das absolut erste Mal, dass ich eine Drehbank an Bord eines Schiffes gesehen habe. Und natürlich eine Krankenstation mit Medikamentenausgabe, OP, Intensivstation und Röntgenapparat. Irgendwo müssen sich die Jungs nach Landgang ja wieder erholen könne.
Dann ab in die Kanne(n), denn es gibt - meiner Zählung nach - vier verschiedene Essenssäale (oder Essensäale? Das weiß nur der Herr Mackowiak), und das hat alles seine Richtigkeit so. Die Mannschafter sind natürlich wieder gearscht - ein Munitionslift geht direkt bei denen durch den Saal. Ich weiß ja nich, wie ihr das seht, aber wenn ich an meinem Labskaus löffel und mir dann ansehen muss, wie ein paar arme Säcke ein 500-Pfund Splitterbombe aufs Flugdeck karren, da wärs mir etwas seltsam zumute. Vor allem wegen dem Labskaus.
Auf dem Flugdeck aalen sich die Düsenjäger und Chopper (im Sinne Helikopter, nicht im Sinne Harley Davidson - was wohl auch cool wäre...) in der fetten südkalifornischen Sonne. Ich glotze. Nochmal unter Deck, diesmal in die Kommandozentrale für die Admiräle. Ach, da haben wir ja schon die größte Kajüte an Bord, für die armen Männer, die schwer an ihren Abzeichen tragen. Man gönnt sich ja sonst nix.
Und weil ich einerseits so faul bin und andererseits so an die 200 Fotos gemacht habe, muss ich mich schon wieder entschuldigen. Knippserlein werden nachgebessert, sobald ich mich entschieden habe, was ich euch antun kann.
Bis zum Übernächsten,
Robert
Dienstag, 4. März 2008
Foo Fighters
Es gibt etwas zu berichten!
Da saß ich nun am Samstag vor meinem Laptop und dachte mir nix böses, schon flattert mir eine eMail herein. Newsletter der Uni, naja, sag ich mir, man wird ja mal gucken dürfen, vielleicht ist irgendwas lustiges geplant.
Events: Foo Fighters, in concert. Am Montag.
Wie die Amis sagen würden: Holy Shit.
Ohne größeres Nachdenken verständige ich Kasey und teile mit ihm die frohe Kunde. Seine Reaktion ist ähnlich abrupt: da müssen wir hin! Gesagt, getan, ich erstehe zwei Tickets und wir freuen uns auf Montag Abend.
Montag Abend: Wir stehen vor der Cox Arena, dem überdachten Stadion auf meinem Campus. Mehrere unserer Mitmenschen hatten eine ähnliche Idee. Der Einlass läuft ziemlich fix, aber: Taschenkontrolle. Einerseits hätte ich gerne meine Kamera mit reingeschmuggelt, aber die ist mir ehrlich gesagt noch zu lieb und teuer für solche Aktionen.
In alter Konzert-Manier stellen wir schnell fest, warum es noch Tickets gab: unsere Sitzplätze sind in einem Block, den man mit viel Liebe als "neben" der Bühne bezeichnen kann. Da wir die Bands nicht von hinten spielen sehen wollen, ist klar: da muss was getan werden. In alter Konzert-Geher-Manier verwenden wir die Massen zu unserem Vorteil, schummeln uns an den Platzanweisern vorbei und landen einen der billigen Plätze in einem Block, der gegenüber der Bühne ist. Sicher, auf unseren eigentlichen Plätzen wären wir näher dran, aber der Blick hier ist bedeutend besser. Wir müssen zwar ein paar Mal ausweichen, nachdem die jeweiligen Besitzer der passenden Karten auftauchen, doch das tun wir mit der uns gegebenen sonnigen Art. Obwohl unser Block ziemlich eng wird, haben wir immer genügend Plätze zum Ausweichen.
Erster Opener: Against Me. Obwohl mir der Name nix sagt, zeigt die Band eindrucksvoll, was die Anlage vor Ort leistet. Der Bass vibriert meine Rippen, das Headbanging kommt von ganz alleine. Ich beschreibe meine Impression der Musik als "shred-tastisch"; Kasey stimmt mir zu. Sehr schneller, sehr lauter Punk.
Zweiter Opener: Serj Tankian. Aha, der Chefträllerer von System of a Down, das tut mir was sagen. Klangtechnisch hätte ich Probleme, sein neues Werk von SoaD abzugrenzen - immer noch geile Stimme, politische Texte und ungesunde Mengen an verdammt schnellen Gitarrenriffs. Nicht ganz meine Wellenlänge, aber gerockt hats trotzdem.
Und dann Foo Fighters. Mir fehlen die Worte. Wir stehen alle demonstrativ von unseren Sitzen auf, als Dave Grohl die ersten Worte ins Mikro haucht, und von da an wird schwerstens gerockt, knapp drei Stunden lang. Was mich am meisten beeindruckt ist die Energie, die Dave auf der Bühne zeigt: er rennt und springt von einem Ende zum Anderen, was ihm entsprechend tosenden Jubel von der entsprechenden Stadion-Seite einbringt. Gespielt wird alles, was vor die Flinte kommt: Einige Lieder vom neuen Album, aber soooo viele Klassiker. Die Menge gröhlt mit und ich bin mittendrin und irgendwann ist Widerstand zwecklos: Meine Finger formen die Hörner, mein Mund bewegt sich, meine Lunge arbeitet auf Hochtouren.
Made my way back home and I learn to fly...
Gegen Mitternacht ist alles gelaufen und wir wanken hinaus, taub und stumm. Wir sind die glücklichsten Menschen der Welt, Kasey und Ich und unsere 8000 Seelenbrüder. Auf dem Weg nach draußen kaufe ich noch schnell ein Band-T-Shirt (10 Dollar, das ist echt in Ordnung) und reiten - metaphorisch gesprochen - in den Sonnenuntergang. Ende.
Da saß ich nun am Samstag vor meinem Laptop und dachte mir nix böses, schon flattert mir eine eMail herein. Newsletter der Uni, naja, sag ich mir, man wird ja mal gucken dürfen, vielleicht ist irgendwas lustiges geplant.
Events: Foo Fighters, in concert. Am Montag.
Wie die Amis sagen würden: Holy Shit.
Ohne größeres Nachdenken verständige ich Kasey und teile mit ihm die frohe Kunde. Seine Reaktion ist ähnlich abrupt: da müssen wir hin! Gesagt, getan, ich erstehe zwei Tickets und wir freuen uns auf Montag Abend.
Montag Abend: Wir stehen vor der Cox Arena, dem überdachten Stadion auf meinem Campus. Mehrere unserer Mitmenschen hatten eine ähnliche Idee. Der Einlass läuft ziemlich fix, aber: Taschenkontrolle. Einerseits hätte ich gerne meine Kamera mit reingeschmuggelt, aber die ist mir ehrlich gesagt noch zu lieb und teuer für solche Aktionen.
In alter Konzert-Manier stellen wir schnell fest, warum es noch Tickets gab: unsere Sitzplätze sind in einem Block, den man mit viel Liebe als "neben" der Bühne bezeichnen kann. Da wir die Bands nicht von hinten spielen sehen wollen, ist klar: da muss was getan werden. In alter Konzert-Geher-Manier verwenden wir die Massen zu unserem Vorteil, schummeln uns an den Platzanweisern vorbei und landen einen der billigen Plätze in einem Block, der gegenüber der Bühne ist. Sicher, auf unseren eigentlichen Plätzen wären wir näher dran, aber der Blick hier ist bedeutend besser. Wir müssen zwar ein paar Mal ausweichen, nachdem die jeweiligen Besitzer der passenden Karten auftauchen, doch das tun wir mit der uns gegebenen sonnigen Art. Obwohl unser Block ziemlich eng wird, haben wir immer genügend Plätze zum Ausweichen.
Erster Opener: Against Me. Obwohl mir der Name nix sagt, zeigt die Band eindrucksvoll, was die Anlage vor Ort leistet. Der Bass vibriert meine Rippen, das Headbanging kommt von ganz alleine. Ich beschreibe meine Impression der Musik als "shred-tastisch"; Kasey stimmt mir zu. Sehr schneller, sehr lauter Punk.
Zweiter Opener: Serj Tankian. Aha, der Chefträllerer von System of a Down, das tut mir was sagen. Klangtechnisch hätte ich Probleme, sein neues Werk von SoaD abzugrenzen - immer noch geile Stimme, politische Texte und ungesunde Mengen an verdammt schnellen Gitarrenriffs. Nicht ganz meine Wellenlänge, aber gerockt hats trotzdem.
Und dann Foo Fighters. Mir fehlen die Worte. Wir stehen alle demonstrativ von unseren Sitzen auf, als Dave Grohl die ersten Worte ins Mikro haucht, und von da an wird schwerstens gerockt, knapp drei Stunden lang. Was mich am meisten beeindruckt ist die Energie, die Dave auf der Bühne zeigt: er rennt und springt von einem Ende zum Anderen, was ihm entsprechend tosenden Jubel von der entsprechenden Stadion-Seite einbringt. Gespielt wird alles, was vor die Flinte kommt: Einige Lieder vom neuen Album, aber soooo viele Klassiker. Die Menge gröhlt mit und ich bin mittendrin und irgendwann ist Widerstand zwecklos: Meine Finger formen die Hörner, mein Mund bewegt sich, meine Lunge arbeitet auf Hochtouren.
Made my way back home and I learn to fly...
Gegen Mitternacht ist alles gelaufen und wir wanken hinaus, taub und stumm. Wir sind die glücklichsten Menschen der Welt, Kasey und Ich und unsere 8000 Seelenbrüder. Auf dem Weg nach draußen kaufe ich noch schnell ein Band-T-Shirt (10 Dollar, das ist echt in Ordnung) und reiten - metaphorisch gesprochen - in den Sonnenuntergang. Ende.
Samstag, 16. Februar 2008
Mehr als 10 Worte zu Las Vegas...
...wie vor langer Zeit versprochen.
Zunächst einmal brachen Kasey und ich am Samstag vormittag auf, um Andrew abzuholen. Das erforderte etwa 80 Minuten inklusive innerstädtischer Navigation von LA. Machen wirs kurz: nicht einfach! Aber zum Glück hat Kasey ja sein iPhone, dass uns wunderschön aufzeigte, was wir beim Straßensuchen alles falsch gemacht hatten. (Ist aber wirklich praktisch, das Teil. Wenn mir jemand sowas nach schmeißen täte, dann würde ich es nicht zurück werfen.)
Es gibt laut Kasey zwei Routen nach Vegas von LA aus, die offensichtliche (Autobahn!) und die weniger offensichtliche (äh, weniger Autobahn). Da letztere visuell interessant und nicht so stark belagert sein sollte, führte uns unser Weg dort entlang...inklusive etwa einer Stunde auf der historischen Route 66...

Ein Foto von Amboy. Amboy ist eine kleine Semi-Geisterstadt an der Straße und war früher eine der großen Raststätten an der 66, bevor der Streckenverlauf geändert wurde. Jetzt ist das arme Teil in der Mitte von nix. Da es aber zur Zeit wieder Interesse an der alten 66 gibt, kommen jetzt auch wieder Besucher hier entlang...seit Kasey letztes Jahr hier war, gibts sogar ne Tankstelle! (Und ne Postfiliale, die hatte aber wegen Wochenende zu.)

Mojave-Wüste!

Und noch mehr...

"Sind wir schon da? Sind wir schon da?"

Dieses farbentraurige Gemüse nennt sich Joshua Tree (wenn ihr jetzt an U2 denkt, dann seid ihr viiiieeeel zu alt - genau wie ich :D ) und wächst nur hier in der Wüste - selbst da nur auf bestimmten Höhenniveau. So etwa bei 3500 Fuss, also gut 1000 Meter über Normalnull. Schade eigentlich, son Teil würde ich mir schon gerne auf den Balkon stellen - macht doch mehr her als son dahergelaufener Supermarkt-Kaktus, oder?
Nach knapp sechs Stunden Ritt erreichen wir die Staatsgrenze von Nevada, und kurze Zeit später die ersten Ableger von...
...
Las Vegas!
Ja, ich weiß, voll die Überraschung jetzt, ne?

Das schöne und schreckenerregende an Las Vegas ist der heuschreckenartige Wuchs in den letzten Jahren. Um die Stadt herum bildet sich ein stetiger Gürtel aus kleinen Siedlungen, und der Strip explodiert auch noch!

Hier gibts nen kleinen Eiffelturm...

Oder kleine Festungen...

(Mit Springbrunnen, natürlich - Vegas liebt Springbrunnen. Dazu später mehr.)

und Ufos!

Vermögt ihr es zu lesen? Der Welt größter Geschenkeladen! Da waren wir natürlich drin und haben ein paar Kleinigkeiten abgestaubt. (Aber was genau verrat ich nicht!)

*träller* Oh, wenn in Vegas die gelbe Sonne im Sand versinkt...
Nach dieser unseren Ankunft auf dem Strip fuhren wir rasch in unser Hotel, Beutel aufs Bett und ab gehts wieder ins Getümmel, zum Treffen mit ein paar alten Bekannten.

"Peppermill" hieß unser kleiner Schuppen, wo wir uns dann die gewohnt riesigen amerikanischen Portionen zu Gute führten. Amerikanische kulinarische Theorie: Fettgehalt ist direkt proportional zu Leckerheit. Bisherige empirische Erhebungen meinerseits stützen diese These. :)

Das seltsame am Internet ist, dass man so viele Leute kennt, die man noch nie getroffen hat. Das war einer der Gründe, dass unsere Rollenspielgruppe (ja, ich oute mich hiermit öffentlich) dieses Wochenende in Vegas mal zumindest kurzzeitig an einem Ort sein wollte. Am linken Ende findet ihr Julie und Adam - Adam gehört damit zu der verschwindenden Minderheit der Würfelfreunde, die es geschafft haben, sich eine Frau anzulachen und diese auch noch zu ehelichen. Gleich daneben Dave und seine Frau (deren Name mir leider entschwunden ist), womit wir schon zwei verheiratete Spieler in unserem Dunstkreis zählen. Wir sind eine statistische Abberation! Ganz am Ende des Tisches noch eine Ehefrau, deren Name ich mir nicht merken konnte, und dann Robert. (Der ist aber nur Freund von Dave, nicht in unserer Spielergruppe.) Mit Barett und Backenbart präsentiert sich Andrew, während Kasey im Vordergrund einen Zustand völliger Erschöpfung simuliert.
Danach trennen sich unsere Wege wieder - die Eheleute widmen sich den Bedürfnissen der holden Weiblichkeiten, während Andrew, Kasey und meine Nichtigkeit dem Spieldrang folgen.

Als wir am Bellagio vorbeifahren (Echtes Casino! Hat sich Ocean's 11 nicht ausgedacht!), beginnt die Fontänenshow. Meine verwackelten Bilder können dem intrikanten Spiel der Hochdruckdüsen kaum folgen, aber lasst euch sagen, liebe Leut: geil sahs aus, das Wasserspiel.

H2O will hoch hinaus!
Und dann rein ins Bellagio und glotzen!

So sah ich übrigens aus. Las Vegas ist einer der wenigen Orte, wo man sowas anziehen kann und trotzdem underdressed ist. (Aber immer noch besser als der restliche Touri-Abschaum. ;D )
Wir tourten noch im Wynn, was paradoxerweise noch aufgestylter und teurer ist. Fotos gemacht, aber nich viel geworden, ist trotz der blinkenden Lichter viel zu dunkel in den Dunstbuden da. Und keine Uhren, nirgendwo, man will ja die Spieler nicht daran erinnern, dass sie schon seit Stunden Quarter-Dollars verzocken.
Wo wir gerade beim Thema sind: vier Dollar im Minus. Zum Glück ruft sowas bei mir Resignation statt Ehrgeiz hervor, sonst hätten es noch mehr werden können.
Gegen 1 ins Hotel, Bett, weg!
Am Sonntag das zweite große Highlight - schießen gehen! Und zwar nicht auf irgendeinem popeligen Schießstand, sondern auf einer kleiner Anlage, wo man gegen Entgeld vollautomatische Waffen jeglichen Fabrikates mieten kann...

Kasey hält sich zurück, Andrew, Adam und Dave mieten sich je eine Heckler&Koch MP5 Maschinenpistole plus 100 Schuss. Ich denke kurz darüber nach, eine Zielscheibe mit Feuerstößen zu zerfetzen (eines der Wahlmotive: Bin Laden...), aber dann fällt meine Wahl auf einen echten Exoten: FN F2000, ein belgisches Gewehr mit Reflexvisier. Zwar nur ne zivile Halbautomatik, aber die zehn Schuss sitzen!

Öhm, ich hab versucht, die Halsschlagader zu treffen! Ehrenwort!
Erklärung/Entschuldigung: Das Problem mit Reflexvisieren ist, dass sie auf kurze Entfernung meist höher anzeigen als das Gewehr schießt, weil sie für den magischen Bereich 25-75 Meter ausgelegt sind und ich etwa 5 Meter vom Ziel weg war. Das selbe Problem hatte ich auch schon bei der Bundeswehr beim sogenannten "Reflextest". Juckt mich aber nicht die Bohne, weil der Schießsport bekanntlich Spaß macht - vor allem, wenn andere Leute den Knallstock danach reinigen, während man selber fein raus ist...

...bis auf die Schmauchspuren. Hände waschen nicht vergessen!
Und das war das Wochenende auch schon, im wesentlichen. Hände schütteln, tschüss und wir sind on the road again...
..auf zu neuen Taten!
Zunächst einmal brachen Kasey und ich am Samstag vormittag auf, um Andrew abzuholen. Das erforderte etwa 80 Minuten inklusive innerstädtischer Navigation von LA. Machen wirs kurz: nicht einfach! Aber zum Glück hat Kasey ja sein iPhone, dass uns wunderschön aufzeigte, was wir beim Straßensuchen alles falsch gemacht hatten. (Ist aber wirklich praktisch, das Teil. Wenn mir jemand sowas nach schmeißen täte, dann würde ich es nicht zurück werfen.)
Es gibt laut Kasey zwei Routen nach Vegas von LA aus, die offensichtliche (Autobahn!) und die weniger offensichtliche (äh, weniger Autobahn). Da letztere visuell interessant und nicht so stark belagert sein sollte, führte uns unser Weg dort entlang...inklusive etwa einer Stunde auf der historischen Route 66...
Ein Foto von Amboy. Amboy ist eine kleine Semi-Geisterstadt an der Straße und war früher eine der großen Raststätten an der 66, bevor der Streckenverlauf geändert wurde. Jetzt ist das arme Teil in der Mitte von nix. Da es aber zur Zeit wieder Interesse an der alten 66 gibt, kommen jetzt auch wieder Besucher hier entlang...seit Kasey letztes Jahr hier war, gibts sogar ne Tankstelle! (Und ne Postfiliale, die hatte aber wegen Wochenende zu.)
Mojave-Wüste!
Und noch mehr...
"Sind wir schon da? Sind wir schon da?"
Dieses farbentraurige Gemüse nennt sich Joshua Tree (wenn ihr jetzt an U2 denkt, dann seid ihr viiiieeeel zu alt - genau wie ich :D ) und wächst nur hier in der Wüste - selbst da nur auf bestimmten Höhenniveau. So etwa bei 3500 Fuss, also gut 1000 Meter über Normalnull. Schade eigentlich, son Teil würde ich mir schon gerne auf den Balkon stellen - macht doch mehr her als son dahergelaufener Supermarkt-Kaktus, oder?
Nach knapp sechs Stunden Ritt erreichen wir die Staatsgrenze von Nevada, und kurze Zeit später die ersten Ableger von...
...
Las Vegas!
Ja, ich weiß, voll die Überraschung jetzt, ne?
Das schöne und schreckenerregende an Las Vegas ist der heuschreckenartige Wuchs in den letzten Jahren. Um die Stadt herum bildet sich ein stetiger Gürtel aus kleinen Siedlungen, und der Strip explodiert auch noch!
Hier gibts nen kleinen Eiffelturm...
Oder kleine Festungen...
(Mit Springbrunnen, natürlich - Vegas liebt Springbrunnen. Dazu später mehr.)
und Ufos!
Vermögt ihr es zu lesen? Der Welt größter Geschenkeladen! Da waren wir natürlich drin und haben ein paar Kleinigkeiten abgestaubt. (Aber was genau verrat ich nicht!)
*träller* Oh, wenn in Vegas die gelbe Sonne im Sand versinkt...
Nach dieser unseren Ankunft auf dem Strip fuhren wir rasch in unser Hotel, Beutel aufs Bett und ab gehts wieder ins Getümmel, zum Treffen mit ein paar alten Bekannten.
"Peppermill" hieß unser kleiner Schuppen, wo wir uns dann die gewohnt riesigen amerikanischen Portionen zu Gute führten. Amerikanische kulinarische Theorie: Fettgehalt ist direkt proportional zu Leckerheit. Bisherige empirische Erhebungen meinerseits stützen diese These. :)
Das seltsame am Internet ist, dass man so viele Leute kennt, die man noch nie getroffen hat. Das war einer der Gründe, dass unsere Rollenspielgruppe (ja, ich oute mich hiermit öffentlich) dieses Wochenende in Vegas mal zumindest kurzzeitig an einem Ort sein wollte. Am linken Ende findet ihr Julie und Adam - Adam gehört damit zu der verschwindenden Minderheit der Würfelfreunde, die es geschafft haben, sich eine Frau anzulachen und diese auch noch zu ehelichen. Gleich daneben Dave und seine Frau (deren Name mir leider entschwunden ist), womit wir schon zwei verheiratete Spieler in unserem Dunstkreis zählen. Wir sind eine statistische Abberation! Ganz am Ende des Tisches noch eine Ehefrau, deren Name ich mir nicht merken konnte, und dann Robert. (Der ist aber nur Freund von Dave, nicht in unserer Spielergruppe.) Mit Barett und Backenbart präsentiert sich Andrew, während Kasey im Vordergrund einen Zustand völliger Erschöpfung simuliert.
Danach trennen sich unsere Wege wieder - die Eheleute widmen sich den Bedürfnissen der holden Weiblichkeiten, während Andrew, Kasey und meine Nichtigkeit dem Spieldrang folgen.
Als wir am Bellagio vorbeifahren (Echtes Casino! Hat sich Ocean's 11 nicht ausgedacht!), beginnt die Fontänenshow. Meine verwackelten Bilder können dem intrikanten Spiel der Hochdruckdüsen kaum folgen, aber lasst euch sagen, liebe Leut: geil sahs aus, das Wasserspiel.
H2O will hoch hinaus!
Und dann rein ins Bellagio und glotzen!
So sah ich übrigens aus. Las Vegas ist einer der wenigen Orte, wo man sowas anziehen kann und trotzdem underdressed ist. (Aber immer noch besser als der restliche Touri-Abschaum. ;D )
Wir tourten noch im Wynn, was paradoxerweise noch aufgestylter und teurer ist. Fotos gemacht, aber nich viel geworden, ist trotz der blinkenden Lichter viel zu dunkel in den Dunstbuden da. Und keine Uhren, nirgendwo, man will ja die Spieler nicht daran erinnern, dass sie schon seit Stunden Quarter-Dollars verzocken.
Wo wir gerade beim Thema sind: vier Dollar im Minus. Zum Glück ruft sowas bei mir Resignation statt Ehrgeiz hervor, sonst hätten es noch mehr werden können.
Gegen 1 ins Hotel, Bett, weg!
Am Sonntag das zweite große Highlight - schießen gehen! Und zwar nicht auf irgendeinem popeligen Schießstand, sondern auf einer kleiner Anlage, wo man gegen Entgeld vollautomatische Waffen jeglichen Fabrikates mieten kann...
Kasey hält sich zurück, Andrew, Adam und Dave mieten sich je eine Heckler&Koch MP5 Maschinenpistole plus 100 Schuss. Ich denke kurz darüber nach, eine Zielscheibe mit Feuerstößen zu zerfetzen (eines der Wahlmotive: Bin Laden...), aber dann fällt meine Wahl auf einen echten Exoten: FN F2000, ein belgisches Gewehr mit Reflexvisier. Zwar nur ne zivile Halbautomatik, aber die zehn Schuss sitzen!
Öhm, ich hab versucht, die Halsschlagader zu treffen! Ehrenwort!
Erklärung/Entschuldigung: Das Problem mit Reflexvisieren ist, dass sie auf kurze Entfernung meist höher anzeigen als das Gewehr schießt, weil sie für den magischen Bereich 25-75 Meter ausgelegt sind und ich etwa 5 Meter vom Ziel weg war. Das selbe Problem hatte ich auch schon bei der Bundeswehr beim sogenannten "Reflextest". Juckt mich aber nicht die Bohne, weil der Schießsport bekanntlich Spaß macht - vor allem, wenn andere Leute den Knallstock danach reinigen, während man selber fein raus ist...
...bis auf die Schmauchspuren. Hände waschen nicht vergessen!
Und das war das Wochenende auch schon, im wesentlichen. Hände schütteln, tschüss und wir sind on the road again...
..auf zu neuen Taten!
Montag, 11. Februar 2008
Ein paar Worte zu Las Vegas
Stichpunktartig!
- Die Autofahrt: Dauert etwa sechs Stunden von LA aus. Anstrengend, aber geile Aussicht.
- Las Vegas: Wächst wie Unkraut. Auf dem Strip gibts riesige Baustellen, im Umland schießen Siedlungen wie Pilze aus dem Boden.
- Der Strip: Strahlend!
- Das Sortierschema: Alles, was nicht glitzert, wenn man es mit Licht anstrahlt, muss ein Tourist sein.
- Die Casinos: Ka-TSCHING!
- Die Schießanlage, wo man vollautomatische Sturmgewehre mieten kann: RA-TAT-TAT!
- Der Robert: Vollkommen fertig.
Freitag, 8. Februar 2008
Gedanke des Tages
Neben mir sitzt ein halb-gegessenes Combo-Menü (Hühnerbrust, Fritten und Getränk). Es war von vorneherein absehbar, dass ich das nicht alles essen würde. Warum habe ich es dann gekauft? Nun ja, erstens ist das Verhältnis Essenbudget zu Preis hier so wahnsinnig, dass ich bestellen kann was ich will - ich werd am Ende des Semesters ne Menge unverbrauchtes (nicht rückerstattbares) Geld übrig haben. Das ist einerseits traurig und andererseits unheimlich befreiend. Zweitens war es in der Tat einfacher, das Menü zu bestellen, als genau zu sagen, wieviel Hühnerbrust und was für ein Getränk ich denn gerne hätte. Man steht unter Zugzwang am Tresen, will sich nicht die Blöße geben - also ruck zuck bestellt, nich lang schnacken. Das hat was cooles.
Und irgendwie glaube ich jetzt zu verstehen, warum die Vereinigten Staaten ein kleines Problem mit Fettleibigkeit haben...
Und irgendwie glaube ich jetzt zu verstehen, warum die Vereinigten Staaten ein kleines Problem mit Fettleibigkeit haben...
Samstag, 2. Februar 2008
Wochenshow
Einige Bilder und Gedanken zur Woche - aber zuerst mal ein kleines Lebenszeichen, damit ihr nicht denkt, dass ich hier als Zombie durch die Straßen wanke.

So laufe ich hier rum...

...in diesem formschönen Hoodie schwarzer Färbung. Sehr bequem!
Verlieren wir zunächst ein paar Wörtchen zum Thema Campus. Nachdem ich die ganze Chose einige Male abgeschritten habe, stelle ich fest, dass er so groß eigentlich nicht ist. Der wahre Schwierigkeitsfaktor bei der Wanderschaft (die ja bekanntlich des Müllers Lust ist) ist die hügelige Geografie. Einige der Lösungsansätze aufm Campus funktionieren (Parkhaus-Dach mit angebaueter Fußgängerbrücke über die Straße - sehr schön!), andere begrenzen sich auf das Vorhandensein massiver Mengen von Treppenstufen, was auch einen so extrem fitten Studierenden wie mich stellenweise ins schwere Atmen verfallen lässt.
Aber genug dieser schnöden Worte, jetzt gibts mal ein paar Bilder!

Hier seht ihr den Infodome, einen Anbau zur Bibliothek im Hintergrund. Großes Computerzentrum, trotzdem immer voll...

Kurzer Blick auf den Platz südöstlich von der Bibo, zwischen dem sogenannten Aztec Center und den East Commons. Hier gibts übrigens ne Karte, damit ihr euch ne Ecke orientieren könnt.

Kleine grüne An-/Einlage westlich vom Aztec Center, fotografiert von Adams Humanities aus. (Da ist übrigens mein Spanisch-Kurs.) Da unten befindet sich...

...das SDSU Transit Center. Auf Straßenniveau oben ist eine Bushaltestelle, da unten im Bunker sitzt ne Haltestelle für die San Diego Trolley - sowas wie ne S-Bahn, sehr praktisch für autolose Studis wie mich.

Und das sind übrigens die East Commons. Da drin ist ein kleiner Supermarkt (nur Junk Food, also ideal für Studis!) und mehrere Restaurants - ein Taco-Laden, Sandwiches, Italiener, Grieche, Asia-Laden (das übliche Zeug + Sushi), Hühnchen-Restaurant (leckere Burritos!) und ein Saftladen, im wahrsten Sinne des Wortes. (Fruchtsäfte aller Länder, vereinigt euch!) Hab ich schon erwähnt, dass ihr das alles mit dem Essenplan der Uni bezahlen könnt?

Weiter westlich gibt es einen kleinen Parkeinschub mit Teich, wo ich mich gerne einige Minuten niederlasse und das Leben genieße...

...und Leuten beim Rumhetzen zugucke...

Aaah, das tut gut!
Übrigens, ratet mal, wer am Freitag zu Besuch war - die Hillary, die Clinton, immer wieder frisch ins Wahlkampfgetümmel.

Ich glaube, einige Leute wollten da hin. Ich aber nicht, hatte zu dem Zeitpunkt meinen Philosophie-Kurs. (Bei Obama hätte ich aber geschwänzt, ganz ehrlich.) Wenn ich meinem Zimmergenossen Glauben schenken darf, dann gabs die Schlange in der Form schon um 10...wohlgemerkt, Einlass ab 13 Uhr...is ja fast wie bei nem Rockkonzert hier! (Aber wenigstens gabs wohl keine überteuerten Bandshirts.)
In diesem Sinne wünsche ich allen daheimsteckenden Mitstudenten noch ein fröhliches Restwochenende. Und nehmst nicht so schwer - bald habt ihr auch die Flucht geschaft!
So laufe ich hier rum...
...in diesem formschönen Hoodie schwarzer Färbung. Sehr bequem!
Verlieren wir zunächst ein paar Wörtchen zum Thema Campus. Nachdem ich die ganze Chose einige Male abgeschritten habe, stelle ich fest, dass er so groß eigentlich nicht ist. Der wahre Schwierigkeitsfaktor bei der Wanderschaft (die ja bekanntlich des Müllers Lust ist) ist die hügelige Geografie. Einige der Lösungsansätze aufm Campus funktionieren (Parkhaus-Dach mit angebaueter Fußgängerbrücke über die Straße - sehr schön!), andere begrenzen sich auf das Vorhandensein massiver Mengen von Treppenstufen, was auch einen so extrem fitten Studierenden wie mich stellenweise ins schwere Atmen verfallen lässt.
Aber genug dieser schnöden Worte, jetzt gibts mal ein paar Bilder!
Hier seht ihr den Infodome, einen Anbau zur Bibliothek im Hintergrund. Großes Computerzentrum, trotzdem immer voll...
Kurzer Blick auf den Platz südöstlich von der Bibo, zwischen dem sogenannten Aztec Center und den East Commons. Hier gibts übrigens ne Karte, damit ihr euch ne Ecke orientieren könnt.
Kleine grüne An-/Einlage westlich vom Aztec Center, fotografiert von Adams Humanities aus. (Da ist übrigens mein Spanisch-Kurs.) Da unten befindet sich...
...das SDSU Transit Center. Auf Straßenniveau oben ist eine Bushaltestelle, da unten im Bunker sitzt ne Haltestelle für die San Diego Trolley - sowas wie ne S-Bahn, sehr praktisch für autolose Studis wie mich.
Und das sind übrigens die East Commons. Da drin ist ein kleiner Supermarkt (nur Junk Food, also ideal für Studis!) und mehrere Restaurants - ein Taco-Laden, Sandwiches, Italiener, Grieche, Asia-Laden (das übliche Zeug + Sushi), Hühnchen-Restaurant (leckere Burritos!) und ein Saftladen, im wahrsten Sinne des Wortes. (Fruchtsäfte aller Länder, vereinigt euch!) Hab ich schon erwähnt, dass ihr das alles mit dem Essenplan der Uni bezahlen könnt?
Weiter westlich gibt es einen kleinen Parkeinschub mit Teich, wo ich mich gerne einige Minuten niederlasse und das Leben genieße...
...und Leuten beim Rumhetzen zugucke...
Aaah, das tut gut!
Übrigens, ratet mal, wer am Freitag zu Besuch war - die Hillary, die Clinton, immer wieder frisch ins Wahlkampfgetümmel.
Ich glaube, einige Leute wollten da hin. Ich aber nicht, hatte zu dem Zeitpunkt meinen Philosophie-Kurs. (Bei Obama hätte ich aber geschwänzt, ganz ehrlich.) Wenn ich meinem Zimmergenossen Glauben schenken darf, dann gabs die Schlange in der Form schon um 10...wohlgemerkt, Einlass ab 13 Uhr...is ja fast wie bei nem Rockkonzert hier! (Aber wenigstens gabs wohl keine überteuerten Bandshirts.)
In diesem Sinne wünsche ich allen daheimsteckenden Mitstudenten noch ein fröhliches Restwochenende. Und nehmst nicht so schwer - bald habt ihr auch die Flucht geschaft!
Samstag, 26. Januar 2008
Einmal College, bitte!
Wie war sie denn nun, die erste Woche an der San Diego State University?
Reden wir zunächst kurz übers Wohnheim: die Wohnung ist einfach, aber ordentlich. Zimmergenossen (Sedat aus der Türkei und Dale aus den good ol' USA) unkomplizierte, umgängliche Leute. Unsere Schlafzyklen sind nicht so ganz synchron, aber das wird schon. Kurzer Einkauf am Sonntag: Apple Jacks (Frühstückscerealien!), Milch und Mineralwasser. Hier gibts keine Apfelschorle, also saufe ich Mineralwasser wie blöde. (Vati, keinen dummen Gedanken jetzt - wenn ich wieder zuhause bin, hört das auf.)
Nebenerfahrung: Einmal geöffnet sollte Milch gekühlt gelagert werden, auch wenn man die Plastikflasche wieder zuschrauben kann. Anfängerfehler, halt. (Aber nix schlimmes passiert, hab ich noch rechtzeitig gemerkt und in den Ausguss befördert, solange es noch flüssig war.)
Die Kurse laufen etwas anders als in Deutschland: Kein akademisches Viertel, alles wird in 50-Minuten-Einheiten unterrichtet (den berühmten Units - ein Unit = 1 Wochenstunde, so etwa...). Dafür hab ich die meisten Kurse halt mehrmals pro Woche. 12 Units sind Vollzeit-Student, ich habe zur Zeit 16 (Sicherheitspolster!). Wem das zu wenig klingt, der sollte sich vor Augen führen, dass die Hausaufgaben ziemlich reinhauen. Quizze, Tests, Essays...hier kriegen die Lehrer genau mit, wer mitkommt. Ist auf jeden Fall mehr Arbeit als der typische FH-Kurs, aber auch sehr interessant. (Vielleicht hab ich aber auch nur zielsicher die geilen Kurse abgegriffen.)
Essen (weil sich Mutti drum Sorgen macht): Morgens besagte Apple Jacks, mittags wird was von den etwa zwei Dutzen Restaurants geholt. Alles über den Studentenausweis vom Essenplan, und das reicht locker bis abends (ansonsten wird noch was geholt). Ich komme mit dem Budget vollkommen zurecht, und das Zeugs ist extrem lecker. Geilstes bis jetzt: ein Hühnchen-Wrap fast doppelt so groß wie meine Faust, für knappe 6 Dollar. Versuch das mal in Deutschland!
Hab ich schon erwähnt, dass es hier auch nen kleinen Supermarkt aufm Campus gibt, den man mit Essenplan bezahlen kann? Ausnehmend geile Idee. (Oh, ihr armen FH-Studenten. Euch darbt es nach einem Restaurant in der Nähe vom Campus und ich lebe hier im Schlaraffenland. Das einzig Richtige ist es, das ich nächste Woche möglichst viele Fotos mache und euch damit quäle!)
Apropos Fotos: Kommen noch. Hatte die Woche keine große Zeit, aber nächste nehme ich mir einfach mal ein paar Minuten zum Knipsen.
Noch nicht viel von San Diego gesehen, aber über zwei Sachen kann ich schon reden: das Trolley-System und Fashion Valley. Trolleys sind im wesentlichen die S-Bahn von San Diego, alles recht neu und ordentlich gebaut. Fashion Valley ist ein riesiges Einkaufszentrum der *hüstel* gehobenen Preisklasse. Ich war am Freitag Abend dort, um mich ins Kino zu drängeln. Rambo geguckt, das Publikum gröhlt mit, das hat sich gelohnt - aber einkaufen kann man da eher nicht. Aber: Corndog. Hotdog am Spieß mit Maisteigmantel, seeeeeehr lecker.
Und ich laufe mit nem schwarzen SDSU-Hoodie durch die Gegend. So richtig warm ist es noch nicht, aber man kann erahnen, wie das Wetter hier im Sommer abgeht.
Und die Vans (Slipper-Schuhe) laufen sich gut ein.
Reden wir zunächst kurz übers Wohnheim: die Wohnung ist einfach, aber ordentlich. Zimmergenossen (Sedat aus der Türkei und Dale aus den good ol' USA) unkomplizierte, umgängliche Leute. Unsere Schlafzyklen sind nicht so ganz synchron, aber das wird schon. Kurzer Einkauf am Sonntag: Apple Jacks (Frühstückscerealien!), Milch und Mineralwasser. Hier gibts keine Apfelschorle, also saufe ich Mineralwasser wie blöde. (Vati, keinen dummen Gedanken jetzt - wenn ich wieder zuhause bin, hört das auf.)
Nebenerfahrung: Einmal geöffnet sollte Milch gekühlt gelagert werden, auch wenn man die Plastikflasche wieder zuschrauben kann. Anfängerfehler, halt. (Aber nix schlimmes passiert, hab ich noch rechtzeitig gemerkt und in den Ausguss befördert, solange es noch flüssig war.)
Die Kurse laufen etwas anders als in Deutschland: Kein akademisches Viertel, alles wird in 50-Minuten-Einheiten unterrichtet (den berühmten Units - ein Unit = 1 Wochenstunde, so etwa...). Dafür hab ich die meisten Kurse halt mehrmals pro Woche. 12 Units sind Vollzeit-Student, ich habe zur Zeit 16 (Sicherheitspolster!). Wem das zu wenig klingt, der sollte sich vor Augen führen, dass die Hausaufgaben ziemlich reinhauen. Quizze, Tests, Essays...hier kriegen die Lehrer genau mit, wer mitkommt. Ist auf jeden Fall mehr Arbeit als der typische FH-Kurs, aber auch sehr interessant. (Vielleicht hab ich aber auch nur zielsicher die geilen Kurse abgegriffen.)
Essen (weil sich Mutti drum Sorgen macht): Morgens besagte Apple Jacks, mittags wird was von den etwa zwei Dutzen Restaurants geholt. Alles über den Studentenausweis vom Essenplan, und das reicht locker bis abends (ansonsten wird noch was geholt). Ich komme mit dem Budget vollkommen zurecht, und das Zeugs ist extrem lecker. Geilstes bis jetzt: ein Hühnchen-Wrap fast doppelt so groß wie meine Faust, für knappe 6 Dollar. Versuch das mal in Deutschland!
Hab ich schon erwähnt, dass es hier auch nen kleinen Supermarkt aufm Campus gibt, den man mit Essenplan bezahlen kann? Ausnehmend geile Idee. (Oh, ihr armen FH-Studenten. Euch darbt es nach einem Restaurant in der Nähe vom Campus und ich lebe hier im Schlaraffenland. Das einzig Richtige ist es, das ich nächste Woche möglichst viele Fotos mache und euch damit quäle!)
Apropos Fotos: Kommen noch. Hatte die Woche keine große Zeit, aber nächste nehme ich mir einfach mal ein paar Minuten zum Knipsen.
Noch nicht viel von San Diego gesehen, aber über zwei Sachen kann ich schon reden: das Trolley-System und Fashion Valley. Trolleys sind im wesentlichen die S-Bahn von San Diego, alles recht neu und ordentlich gebaut. Fashion Valley ist ein riesiges Einkaufszentrum der *hüstel* gehobenen Preisklasse. Ich war am Freitag Abend dort, um mich ins Kino zu drängeln. Rambo geguckt, das Publikum gröhlt mit, das hat sich gelohnt - aber einkaufen kann man da eher nicht. Aber: Corndog. Hotdog am Spieß mit Maisteigmantel, seeeeeehr lecker.
Und ich laufe mit nem schwarzen SDSU-Hoodie durch die Gegend. So richtig warm ist es noch nicht, aber man kann erahnen, wie das Wetter hier im Sommer abgeht.
Und die Vans (Slipper-Schuhe) laufen sich gut ein.
Donnerstag, 24. Januar 2008
Griffith Park
Sooo...jetzt ist der Robert wieder im Internet-Sattel. Nachhol-Post!
Am letzten Samstag waren Kasey und meine Wenigkeit im Griffith Park, einem der größeren innerstädtischen Parks überhaupt (etwa doppelt so groß wie Central Park in NYC). Das ganze ist formschön eingelagert in die gleiche Gipfelkette, die auch Mulholland Drive und das riesige Hollywood-Zeichen beheimatet. (Dieses wird übrigens Nachts nicht beleuchtet, wofür Kasey auch keinen Grund wusste. Warum nicht? Alles andere wird doch angestrahlt!) Der Park selber ist sicher schön zum Wandern (im Sommer), aber der Höhepunkt ist das Observatorium.
Das besondere am Observatorium ist, dass es erst vor kurzem umgebaut wurde. Daher alles schön modern, mit Schautafeln zu allen Aspekten der Astronomie - und natürlich einer riesigen Teslaspule im Faraday'schen Käfig, sowas darf in einer wissenschaftlichen Ausstellung nicht fehlen. :)
Besonders beeindruckend: Als relativ kleiner Schaukasten gibt sich ein Modell von Proxima Centauri aus - der Stern, der uns nach der Sonne am nächsten ist. Wie eine Plakette schnöde aussagt, ist der Rest des Modells (nämlich unser Sonnensystem) in England...und zwar in einem Maßstab, in dem das ganze Sonnensystem in einem kleineren Dorf untergebracht werden konnte. Und das ist, wie gesagt, der uns nächste Stern, hier in LA, vielleicht halb so groß wie ein Ping-Pong-Ball im Maßstab. Ich empfehle, darüber nicht im Stehen nachzudenken, das gibt nur Kopfschmerzen. ;)
Aber der riesige Kellerbau mit großer Planetenaustellung und einer sogenannten Nebelkammer zur Sichtbarmachung von Hochenergieteilchen sind auch nicht zu verachten. Wie Kasey schnell festzustellen vermochte, kommen einige dieser Teilchen von unten - sie schlagen durch die gesamte Erde durch, ohne dass großartig zu bemerken. Gleich daneben konnte man beobachten, wie hochenergetische kosmische Strahlung Spannungsblitze zwischen Kondensatorplatten erzeugen. Reger Verkehr, und das sind nur die Teilchen und Strahlen, die durch die beiden Detektoren fliegen...da kann einem auch ganz schnell schwindlig werden.
Nächster Stopp: Das Café am Ende des Universums. Da hat wohl jemand zuviel Per Anhalter durch die Galaxis gelesen. (Was natürlich relativ ist, weil - meiner Meinung nach - die meisten Leute zu wenig davon gelesen haben. Sehr lohnende Bücherreihe, wenn man sich nicht von der gräßlichen Hollywood-Verwurstung abschrecken lässt.) Kaseys Urteil über die dortige Lasagne fällt ins positive Mittelfeld, ich enthalte mich.
Planetarium. Für diejenigen unter uns, die das noch nie mitgemacht haben: Kinners, ihr verpasst was! Und auch für diejenigen welchen, deren Leben genug Platz für ein Planetarium oder zwei hatte, werden hier nicht enttäuscht: die Vorführung ist wirklich atemberaubend. Nicht nur ein paar Lichtpunkte, sondern volle Computernaimation über eine riesige Kuppel. Die Vorführung zieht einen im Schnellwaschgang durch die Geschichte der Astronomie, was ich zumindest für ein sehr faszinierendes Thema halte. Aber, wie gesagt, geile Show, auch für den (Englisch sprechenden) Laien verständlich.
Danach noch ein paar Bilder von LA bei Sonnenuntergang und wir heizen wieder heimwärts...
---
Die Fotos gibts hier. (War zu faul, die in den Post extra mit rein zu arbeiten - wenn ihr zu nem bestimmten Foto Fragen habt, dann Kommentar schreiben!) Zu San Diego sag ich am Wochenende was, weil ich a) noch ziemlich im Stress bin und b) noch keine Fotos habe. Nochmals mein tiefstes Sorry für die Lücke, aber auch der beste Student sitzt mal im Funkloch...
(Höchst wahrscheinlich sitzt der da, weil ich ihn reingeworfen habe. ;) )
In diesem Unsinne,
euer aller Robert
Am letzten Samstag waren Kasey und meine Wenigkeit im Griffith Park, einem der größeren innerstädtischen Parks überhaupt (etwa doppelt so groß wie Central Park in NYC). Das ganze ist formschön eingelagert in die gleiche Gipfelkette, die auch Mulholland Drive und das riesige Hollywood-Zeichen beheimatet. (Dieses wird übrigens Nachts nicht beleuchtet, wofür Kasey auch keinen Grund wusste. Warum nicht? Alles andere wird doch angestrahlt!) Der Park selber ist sicher schön zum Wandern (im Sommer), aber der Höhepunkt ist das Observatorium.
Das besondere am Observatorium ist, dass es erst vor kurzem umgebaut wurde. Daher alles schön modern, mit Schautafeln zu allen Aspekten der Astronomie - und natürlich einer riesigen Teslaspule im Faraday'schen Käfig, sowas darf in einer wissenschaftlichen Ausstellung nicht fehlen. :)
Besonders beeindruckend: Als relativ kleiner Schaukasten gibt sich ein Modell von Proxima Centauri aus - der Stern, der uns nach der Sonne am nächsten ist. Wie eine Plakette schnöde aussagt, ist der Rest des Modells (nämlich unser Sonnensystem) in England...und zwar in einem Maßstab, in dem das ganze Sonnensystem in einem kleineren Dorf untergebracht werden konnte. Und das ist, wie gesagt, der uns nächste Stern, hier in LA, vielleicht halb so groß wie ein Ping-Pong-Ball im Maßstab. Ich empfehle, darüber nicht im Stehen nachzudenken, das gibt nur Kopfschmerzen. ;)
Aber der riesige Kellerbau mit großer Planetenaustellung und einer sogenannten Nebelkammer zur Sichtbarmachung von Hochenergieteilchen sind auch nicht zu verachten. Wie Kasey schnell festzustellen vermochte, kommen einige dieser Teilchen von unten - sie schlagen durch die gesamte Erde durch, ohne dass großartig zu bemerken. Gleich daneben konnte man beobachten, wie hochenergetische kosmische Strahlung Spannungsblitze zwischen Kondensatorplatten erzeugen. Reger Verkehr, und das sind nur die Teilchen und Strahlen, die durch die beiden Detektoren fliegen...da kann einem auch ganz schnell schwindlig werden.
Nächster Stopp: Das Café am Ende des Universums. Da hat wohl jemand zuviel Per Anhalter durch die Galaxis gelesen. (Was natürlich relativ ist, weil - meiner Meinung nach - die meisten Leute zu wenig davon gelesen haben. Sehr lohnende Bücherreihe, wenn man sich nicht von der gräßlichen Hollywood-Verwurstung abschrecken lässt.) Kaseys Urteil über die dortige Lasagne fällt ins positive Mittelfeld, ich enthalte mich.
Planetarium. Für diejenigen unter uns, die das noch nie mitgemacht haben: Kinners, ihr verpasst was! Und auch für diejenigen welchen, deren Leben genug Platz für ein Planetarium oder zwei hatte, werden hier nicht enttäuscht: die Vorführung ist wirklich atemberaubend. Nicht nur ein paar Lichtpunkte, sondern volle Computernaimation über eine riesige Kuppel. Die Vorführung zieht einen im Schnellwaschgang durch die Geschichte der Astronomie, was ich zumindest für ein sehr faszinierendes Thema halte. Aber, wie gesagt, geile Show, auch für den (Englisch sprechenden) Laien verständlich.
Danach noch ein paar Bilder von LA bei Sonnenuntergang und wir heizen wieder heimwärts...
---
Die Fotos gibts hier. (War zu faul, die in den Post extra mit rein zu arbeiten - wenn ihr zu nem bestimmten Foto Fragen habt, dann Kommentar schreiben!) Zu San Diego sag ich am Wochenende was, weil ich a) noch ziemlich im Stress bin und b) noch keine Fotos habe. Nochmals mein tiefstes Sorry für die Lücke, aber auch der beste Student sitzt mal im Funkloch...
(Höchst wahrscheinlich sitzt der da, weil ich ihn reingeworfen habe. ;) )
In diesem Unsinne,
euer aller Robert
Mittwoch, 23. Januar 2008
Bin nicht tot und/oder faul...
...hab aber noch kein Inet im Wohnheim. (Jo, bin jetzt in San Diego an der Uni und studiere fleissig!) Ich meld mich mit was laengerem, sobald ich nich mehr in der Bibliothek surfen muss.
Samstag, 19. Januar 2008
SDSU
Hab schon ein paar Tage nicht mehr geblogt, weil nich so viel los war...am Donnerstag waren wir kurz einkaufen, hab jetzt nen neuen Gürtel und neuen Hut.


Aber gestern war Einführungsveranstaltung bei SDSU.
9 Uhr in San Diego heißt um 7 los in Huntington Beach. Kaseys Golf quält sich den Highway entlang, hohes Verkehrsaufkommen schon am Morgen. Dann Verwirrung auf dem Campus, die Verkehrsführung ist nicht gerade intuitiv...
Endlich angekommen (gerade noch rechtzeitig!) kommen wir zur großen Begrüßungsveranstaltung im International Student Center. Kasey baut seinen Laptop in der Ecke auf, ich gehe auf Erkundungsreise. Studenten aus allen Ecken der Erde (sogar ein paar Deutsche!), aber ich komme mit einer Gruppe Aussies ins Gespräch. Alles nette Kerle. Die vorherrschende Stimmung ist Freude und Aufregung - wir können es alle kaum glauben, das wir hier sind.

Wir pendeln während der Veranstaltung zwischen dem ISC und einem Saal im Sportgebäude...

...und haben alle nette Namensschilder. :)

Zur Veranstaltung selber gibts ehrlich gesagt nicht viel zu melden. Die ISC-Leute sind alle extrem nett, aber die meisten Infos haben wir vorher schon mitgekriegt. Tagesordnung ist nur, dass wir auf die gleiche Stufe kommen. Aber wenigstens gibts Pizza zum Mittag.

Gaaaaaaanz viele Studenten. Die Bude war rammelvoll. :D

Ergebnis meiner Bemühungen - mein offizieller SDSU-Studentenausweis! Ich setze meine lange Tradition von schlechten Passbildern fort...
Alles Gute zum Geburtstag, Rene! Ich hoffe, ihr feiert das ordentlich!
Aber gestern war Einführungsveranstaltung bei SDSU.
9 Uhr in San Diego heißt um 7 los in Huntington Beach. Kaseys Golf quält sich den Highway entlang, hohes Verkehrsaufkommen schon am Morgen. Dann Verwirrung auf dem Campus, die Verkehrsführung ist nicht gerade intuitiv...
Endlich angekommen (gerade noch rechtzeitig!) kommen wir zur großen Begrüßungsveranstaltung im International Student Center. Kasey baut seinen Laptop in der Ecke auf, ich gehe auf Erkundungsreise. Studenten aus allen Ecken der Erde (sogar ein paar Deutsche!), aber ich komme mit einer Gruppe Aussies ins Gespräch. Alles nette Kerle. Die vorherrschende Stimmung ist Freude und Aufregung - wir können es alle kaum glauben, das wir hier sind.
Wir pendeln während der Veranstaltung zwischen dem ISC und einem Saal im Sportgebäude...
...und haben alle nette Namensschilder. :)
Zur Veranstaltung selber gibts ehrlich gesagt nicht viel zu melden. Die ISC-Leute sind alle extrem nett, aber die meisten Infos haben wir vorher schon mitgekriegt. Tagesordnung ist nur, dass wir auf die gleiche Stufe kommen. Aber wenigstens gibts Pizza zum Mittag.
Gaaaaaaanz viele Studenten. Die Bude war rammelvoll. :D
Ergebnis meiner Bemühungen - mein offizieller SDSU-Studentenausweis! Ich setze meine lange Tradition von schlechten Passbildern fort...
Alles Gute zum Geburtstag, Rene! Ich hoffe, ihr feiert das ordentlich!
Mittwoch, 16. Januar 2008
Blei in die Heide!
Was macht der Robert zum Geburtstag?
Schießen gehen!
Zunächst einmal noch ein paar Motive von Kaseys Haus...hier sehen wir einen kurzen Blick durchs Wohnzimmer. Ich muss irgendwann mal ne komplette Fotostrecke Haus machen, aber das hier ist nur mal zur Orientierung...

Kaseys altes Auto ist ein El Camino aus den 70ern, eine seltsame Mischung aus Muscle Car und Pick-Up. Laut Eigenaussage Kaseys reicht die Motorisierung, um einige Sportwagen an der Ampel abzuhängen (nicht der schnellste, aber beschleunigt sehr gut!). Er versucht jedoch seit Jahren, das Teil loszuwerden - zwei Kabelbrände und andere altersbedingte Scherze...




Zurück zum Thema: Zusammen mit Caitlyn und Leni (einer von Caitlyn's Freundinnen) gehts zum Schießen. Zunächst müssen wir die Waffen aus dem Tresor kramen, was gar nicht so einfach ist, weil uns ca. ein halbes Dutzend Schrotflinten den Weg verstellt. Danach müssen Transportkoffer vom Dachboden geholt werden, Munition aus der Garage geholt werden (die lagert da in einem extra Safe - auch bei den Amis gilt Vorsicht im Umgang mit Waffen!) und das ganze Schrabeutz in die Autos geladen werden. Wir nehmen zwei Gewehre (ein AR-15 mit gigantischer Zieloptik sowie ein M1A aus den 50ern) sowie eine ganze Ecke Pistolen mit. Lass mal schauen, ob ich die alle zusammenkriege - eine kompakte Glock .40 S&W, eine Beretta 92 9mm, eine SIG 9mm, ein .45 Colt, ein .38 Revolver sowie ein .357 Revolver, und schlussendlich eine Desert Eagle .44.
Schwerstens bewaffnet gehts ab zur Schießanlage, etwa eine Stunde entfernt. Ich frage Kasey, ob ich mein Handy (samt Musikbestückung) an die Stereoanlage in seinem Golf hängen darf. Dann sorge ich dafür, dass er seine Zusage bereut. :)
Nach einigem hin und her landen wir dann bei der Anlage. Wir kriegen alle ein Schriebs, das wir unterschreiben müssen - etwa zwei dutzend Regeln, die wichtigsten Vorschriften für Sicherheit auf der Schießbahn. Sinnvolle Maßnahme, meiner Meinung nach. Dann noch Gehörschutz auf und ab gehts. Wir warten, bis die Lautsprecher "One Minute Warning!" blechern. Das bedeutet, die Schützen sollten langsam mit ihrem momentanen Durchgang fertig werden. Dann kommt "Cease fire!", Feuer einstellen. Alle entladen ihre Waffen und treten hinter eine rote Linie, die vor den eigentlichen Schießständen aufgemalt ist. Jetzt darf keiner mehr eine Waffe in der Hand haben. Dann kommt die Freigabe, Ziele zu kontrollieren...wir trapsen in die Anlage und stellen unsere Zielscheiben auf. Nachdem alle wieder hinter der roten Linie sind, kommt Kommando "Commence firing!" - feuer frei. Wir treten an die Schießstände, laden unsere Waffen. Jetzt darf für etwa 20 Minuten geschossen werden.

Von hinten nach vorne: Kasey (mit der Desert Eagle), Caitlyn (mit der Beretta 92) und Salina (mit ihrem .38, nicht im Bild...)

Die rote Linie und einige Patronenhülsen. Wir fegen brav nach jedem Durchgang die Hülsen weg und deponieren diese in einem bereitgestellten Plastikeimer.

Unsere Ziele, auf etwa 7 Meter Entfernung. (Die roten sind unsere, das schwarze Ziel gehört einem älteren Gentleman, der neben uns schießt.)
Ich stelle mich etwas ungeschickt mit der Beretta an, aber einer der Ausbilder kommt lächelnd zu mir und gibt mir ein paar Tips. Nicht festkrallen, locker in der Hand liegen lassen. Damit gehts etwas besser, aber Meisterschütze bin ich jetzt trotzdem noch nicht. :P
Auf Kaseys Drängen versuche ich mich an der Desert Eagle. Klobig und schwer, und ich treffe kaum den Zielaufsteller, vom Ziel ganz zu schweigen. :) Als ich erneut schießen will, fällt das Magazin raus...gegen die Magazinfreigabe gekommen, die ungeschickt weit herausragt. Ich lade das Magazin, aber anscheinend drücke ich es zu weit herein, denn die Waffe klemmt. Kasey behebt die Ladehemmung, während die Mädels und ich die Desert Eagle miesreden. Keine andere Waffe macht soviel Probleme wie dieses Miststück, aber Kasey verteidigt sie hartnäckig. Ihr wisst einfach nicht, wie man damit richtig umgeht! meint er. Wir folgern, dass wir das nicht wissen wollen.
Das hier passiert übrigens, wenn man die Desert Eagle beim Schießen nicht genau richtig hält...

(Das war Salina, nicht ich...) Genau, die Hülse bleibt beim Auswerfen hängen. Wenn mans weniger falsch macht, fliegt sie einem bloß ins Gesicht. Wie gesagt, nicht gerade mein Ideal einer gut funktionierenden Waffe...
Mit dem .357 Revolver habe ich ne Ecke mehr Glück - der Rückstoß ist akzeptable, die Waffe ist präzise, keine Funktionsstörungen irgendeiner Art. Hier ist mein Ergebnis...gar nicht mal so schlecht für die ersten 12 Schuss überhaupt aus einem großkalibrigen Jagdrevolver.


Kasey muss uns natürlich allen sofort zeigen, wie man das "richtig" macht...
Hier seht ihr die ganze Anlage vor uns. Geht etwa 400 Meter, meiner Schätzung nach...

Wir ziehen zur anderen Seite um und bauen unsere Gewehre auf. Jetzt sollen Löcher auf 150 Meter gestanzt werden...und zwar mit diesem Prachtstück:

AR-15 mit schwerem Lauf und 6x Zieloptik - schwer wie Hölle, aber sehr angenehm zu schießen. Hier fühle ich mich etwas wohler und bringe auch ein paar ganz akzpetable Ergebnisse auf die Zielscheibe, obwohl wir uns alle einig sind, dass die Optik nicht ganz eingenullt ist - die Waffe zieht nach oben.
So sieht die Munition für das Gewehr aus...


...und so der Robert beim Zielen.
Ergebnis? Etwa 200 Schuss der verschiedensten Kaliber verballert, dreckige Hände und der wohlige Anfang eines Muskelkaters in den Armen...aber Spaß machts, der Schießsport... :)
Schießen gehen!
Zunächst einmal noch ein paar Motive von Kaseys Haus...hier sehen wir einen kurzen Blick durchs Wohnzimmer. Ich muss irgendwann mal ne komplette Fotostrecke Haus machen, aber das hier ist nur mal zur Orientierung...
Kaseys altes Auto ist ein El Camino aus den 70ern, eine seltsame Mischung aus Muscle Car und Pick-Up. Laut Eigenaussage Kaseys reicht die Motorisierung, um einige Sportwagen an der Ampel abzuhängen (nicht der schnellste, aber beschleunigt sehr gut!). Er versucht jedoch seit Jahren, das Teil loszuwerden - zwei Kabelbrände und andere altersbedingte Scherze...
Zurück zum Thema: Zusammen mit Caitlyn und Leni (einer von Caitlyn's Freundinnen) gehts zum Schießen. Zunächst müssen wir die Waffen aus dem Tresor kramen, was gar nicht so einfach ist, weil uns ca. ein halbes Dutzend Schrotflinten den Weg verstellt. Danach müssen Transportkoffer vom Dachboden geholt werden, Munition aus der Garage geholt werden (die lagert da in einem extra Safe - auch bei den Amis gilt Vorsicht im Umgang mit Waffen!) und das ganze Schrabeutz in die Autos geladen werden. Wir nehmen zwei Gewehre (ein AR-15 mit gigantischer Zieloptik sowie ein M1A aus den 50ern) sowie eine ganze Ecke Pistolen mit. Lass mal schauen, ob ich die alle zusammenkriege - eine kompakte Glock .40 S&W, eine Beretta 92 9mm, eine SIG 9mm, ein .45 Colt, ein .38 Revolver sowie ein .357 Revolver, und schlussendlich eine Desert Eagle .44.
Schwerstens bewaffnet gehts ab zur Schießanlage, etwa eine Stunde entfernt. Ich frage Kasey, ob ich mein Handy (samt Musikbestückung) an die Stereoanlage in seinem Golf hängen darf. Dann sorge ich dafür, dass er seine Zusage bereut. :)
Nach einigem hin und her landen wir dann bei der Anlage. Wir kriegen alle ein Schriebs, das wir unterschreiben müssen - etwa zwei dutzend Regeln, die wichtigsten Vorschriften für Sicherheit auf der Schießbahn. Sinnvolle Maßnahme, meiner Meinung nach. Dann noch Gehörschutz auf und ab gehts. Wir warten, bis die Lautsprecher "One Minute Warning!" blechern. Das bedeutet, die Schützen sollten langsam mit ihrem momentanen Durchgang fertig werden. Dann kommt "Cease fire!", Feuer einstellen. Alle entladen ihre Waffen und treten hinter eine rote Linie, die vor den eigentlichen Schießständen aufgemalt ist. Jetzt darf keiner mehr eine Waffe in der Hand haben. Dann kommt die Freigabe, Ziele zu kontrollieren...wir trapsen in die Anlage und stellen unsere Zielscheiben auf. Nachdem alle wieder hinter der roten Linie sind, kommt Kommando "Commence firing!" - feuer frei. Wir treten an die Schießstände, laden unsere Waffen. Jetzt darf für etwa 20 Minuten geschossen werden.
Von hinten nach vorne: Kasey (mit der Desert Eagle), Caitlyn (mit der Beretta 92) und Salina (mit ihrem .38, nicht im Bild...)
Die rote Linie und einige Patronenhülsen. Wir fegen brav nach jedem Durchgang die Hülsen weg und deponieren diese in einem bereitgestellten Plastikeimer.
Unsere Ziele, auf etwa 7 Meter Entfernung. (Die roten sind unsere, das schwarze Ziel gehört einem älteren Gentleman, der neben uns schießt.)
Ich stelle mich etwas ungeschickt mit der Beretta an, aber einer der Ausbilder kommt lächelnd zu mir und gibt mir ein paar Tips. Nicht festkrallen, locker in der Hand liegen lassen. Damit gehts etwas besser, aber Meisterschütze bin ich jetzt trotzdem noch nicht. :P
Auf Kaseys Drängen versuche ich mich an der Desert Eagle. Klobig und schwer, und ich treffe kaum den Zielaufsteller, vom Ziel ganz zu schweigen. :) Als ich erneut schießen will, fällt das Magazin raus...gegen die Magazinfreigabe gekommen, die ungeschickt weit herausragt. Ich lade das Magazin, aber anscheinend drücke ich es zu weit herein, denn die Waffe klemmt. Kasey behebt die Ladehemmung, während die Mädels und ich die Desert Eagle miesreden. Keine andere Waffe macht soviel Probleme wie dieses Miststück, aber Kasey verteidigt sie hartnäckig. Ihr wisst einfach nicht, wie man damit richtig umgeht! meint er. Wir folgern, dass wir das nicht wissen wollen.
Das hier passiert übrigens, wenn man die Desert Eagle beim Schießen nicht genau richtig hält...
(Das war Salina, nicht ich...) Genau, die Hülse bleibt beim Auswerfen hängen. Wenn mans weniger falsch macht, fliegt sie einem bloß ins Gesicht. Wie gesagt, nicht gerade mein Ideal einer gut funktionierenden Waffe...
Mit dem .357 Revolver habe ich ne Ecke mehr Glück - der Rückstoß ist akzeptable, die Waffe ist präzise, keine Funktionsstörungen irgendeiner Art. Hier ist mein Ergebnis...gar nicht mal so schlecht für die ersten 12 Schuss überhaupt aus einem großkalibrigen Jagdrevolver.
Kasey muss uns natürlich allen sofort zeigen, wie man das "richtig" macht...
Hier seht ihr die ganze Anlage vor uns. Geht etwa 400 Meter, meiner Schätzung nach...
Wir ziehen zur anderen Seite um und bauen unsere Gewehre auf. Jetzt sollen Löcher auf 150 Meter gestanzt werden...und zwar mit diesem Prachtstück:
AR-15 mit schwerem Lauf und 6x Zieloptik - schwer wie Hölle, aber sehr angenehm zu schießen. Hier fühle ich mich etwas wohler und bringe auch ein paar ganz akzpetable Ergebnisse auf die Zielscheibe, obwohl wir uns alle einig sind, dass die Optik nicht ganz eingenullt ist - die Waffe zieht nach oben.
So sieht die Munition für das Gewehr aus...
...und so der Robert beim Zielen.
Ergebnis? Etwa 200 Schuss der verschiedensten Kaliber verballert, dreckige Hände und der wohlige Anfang eines Muskelkaters in den Armen...aber Spaß machts, der Schießsport... :)
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