Freitag, 9. Mai 2008

Untot

Was lange gärt, wird endlich Sud! Ja, ja, ich weiß, ich hab euch sehr lange allein gelassen, aber die letzten paar Wochen waren ne Ecke anstrengend. Zum Glück hab ich jetzt alle Vorlesungen hinter mir, nächste Woche noch die Klausuren und dann is Ende im Gelände, Schicht im Schacht, das fatale Finale.

Für diejenigen, die es noch nicht wussten: SDSU hat zwei herausstechende Merkmale, einerseits ist es eines der Party-Colleges überhaupt, andererseits wurde die dritte Staffel von Veronica Mars hier gedreht. Leider haben die Neuigkeiten der Woche was mit Ersterem zu tun. Man hat nämlich am Dienstag bekanntgegeben, dass 33 Studenten verknackt wurden, wegen Drogenhandel und illegalem Waffenbesitz! Auf die Party hab ich aber sowas von keinen Bock...

Ein kleines Ritual, das ich in den letzten Wochen relativ konstant durchgezogen habe, ist Kino am Freitag. Trifft sich ganz gut in meinem Zeitplan, und wird von den vielen guten Filmen dieses Jahr gestützt. In diesem Sinne gebe ich euch vier Film-Meinungen, in je vier Worten, als Dialogzitate!

Street Kings: L.A.'s deadliest white boy.
The Forbidden Kingdom: He's not even Chinese.
Iron Man: Yeah, I can fly.
Speed Racer: Go, Speed Racer, go!

...nich so extrem hilfreich, oder? Ach, guckt sie euch alle an. :)

Was mich am Kinobesuch in den Staaten stört ist das Popcorn. Hat Einer von euch schon mal salziges Popcorn im Kino bestellt? Das gibts hier automatisch. Als ich einen Mitstreiter beim Kinobesuch darauf ansprach, fragte er mich, was ich denn mit süßem Popcorn meine. Von wegen "Karamellpopcorn?" Und die Nachos sind zum Heulen...aber die Hotdogs sind geil.

Lasst euch auf jeden Fall nich verscheissern, dass die USA das Mekka für Snacks ist. Auch hier irrt der gemeine Amerikaner.

Ach ja, eines muss ich noch loswerden: Irgendwann krieg ich mal nen Geschichtenzyklus zum Thema "Besoffene Zimmergenossen" zusammen. Nein, nich das, was ihr jetzt denkt! Dale und Sedat bleiben clean und generell geile Persönlichkeiten. Ich unterbreite euch die unfrohe Kunde von Antonio, unserem neuen fast-Mitbewohner. Dieser offensichtlich nicht mit praktischem Sachverstand gesegnete Zeitgenosse brillierte Montag Nacht damit, an seine Tür (die Wohnung nebenan) lautstark zu klopfen und nach seinen Mitstreitern zu jaulen, da er zwecks C2H5OH im bloodstream die spatiale Konjunktion seines Schlüssels und des Türschlosses nicht zu Stande brachte. Diese Verhaltensmuster setzte sich für viele, viele Minuten fort. Entsprechende Beschwerden führten dazu, das der Toni aus seinem bisherigen Kibutz entfernt wurde, was die Administration unseres Wohnheims dann vor die Frage stellte, wo er nu hin sollte. Man war aus gutem Grunde unwillig, ihn eine Woche vor Semesterende aus dem Heim zu katapultieren, aber wenn ich den Erzählungen Glauben schenken darf, hat Toni seine zweite Chance bereits mehrmals verspielt.



Das Ganze wurde dann für uns dahingehend relevant, dass er unsere Wohnung beziehen sollte, übergangsweise. Das war uns aus ersichtlichen Gründen nicht geheuer, und so schleppten wir unsere Proteste die gesamte Befehlskette hinauf, bis jemand auf die Idee kam, dass wir zuviel Ärger machen würden, wenn eine solche Schnapsidee bis zur Implementierung durchgezogen werden würde. (Fragt mich nich, was das für ne Zeitform sein soll, Tante Geli weiß es vielleicht :) ) Und so wurde dieses abgeschmettert, und wir leben weiter in geruhsamer Dreisamkeit. Trifft sich ganz gut so, wir haben schon keinen Platz im Kühlschrank...