Samstag, 26. Januar 2008

Einmal College, bitte!

Wie war sie denn nun, die erste Woche an der San Diego State University?

Reden wir zunächst kurz übers Wohnheim: die Wohnung ist einfach, aber ordentlich. Zimmergenossen (Sedat aus der Türkei und Dale aus den good ol' USA) unkomplizierte, umgängliche Leute. Unsere Schlafzyklen sind nicht so ganz synchron, aber das wird schon. Kurzer Einkauf am Sonntag: Apple Jacks (Frühstückscerealien!), Milch und Mineralwasser. Hier gibts keine Apfelschorle, also saufe ich Mineralwasser wie blöde. (Vati, keinen dummen Gedanken jetzt - wenn ich wieder zuhause bin, hört das auf.)

Nebenerfahrung: Einmal geöffnet sollte Milch gekühlt gelagert werden, auch wenn man die Plastikflasche wieder zuschrauben kann. Anfängerfehler, halt. (Aber nix schlimmes passiert, hab ich noch rechtzeitig gemerkt und in den Ausguss befördert, solange es noch flüssig war.)

Die Kurse laufen etwas anders als in Deutschland: Kein akademisches Viertel, alles wird in 50-Minuten-Einheiten unterrichtet (den berühmten Units - ein Unit = 1 Wochenstunde, so etwa...). Dafür hab ich die meisten Kurse halt mehrmals pro Woche. 12 Units sind Vollzeit-Student, ich habe zur Zeit 16 (Sicherheitspolster!). Wem das zu wenig klingt, der sollte sich vor Augen führen, dass die Hausaufgaben ziemlich reinhauen. Quizze, Tests, Essays...hier kriegen die Lehrer genau mit, wer mitkommt. Ist auf jeden Fall mehr Arbeit als der typische FH-Kurs, aber auch sehr interessant. (Vielleicht hab ich aber auch nur zielsicher die geilen Kurse abgegriffen.)

Essen (weil sich Mutti drum Sorgen macht): Morgens besagte Apple Jacks, mittags wird was von den etwa zwei Dutzen Restaurants geholt. Alles über den Studentenausweis vom Essenplan, und das reicht locker bis abends (ansonsten wird noch was geholt). Ich komme mit dem Budget vollkommen zurecht, und das Zeugs ist extrem lecker. Geilstes bis jetzt: ein Hühnchen-Wrap fast doppelt so groß wie meine Faust, für knappe 6 Dollar. Versuch das mal in Deutschland!

Hab ich schon erwähnt, dass es hier auch nen kleinen Supermarkt aufm Campus gibt, den man mit Essenplan bezahlen kann? Ausnehmend geile Idee. (Oh, ihr armen FH-Studenten. Euch darbt es nach einem Restaurant in der Nähe vom Campus und ich lebe hier im Schlaraffenland. Das einzig Richtige ist es, das ich nächste Woche möglichst viele Fotos mache und euch damit quäle!)

Apropos Fotos: Kommen noch. Hatte die Woche keine große Zeit, aber nächste nehme ich mir einfach mal ein paar Minuten zum Knipsen.

Noch nicht viel von San Diego gesehen, aber über zwei Sachen kann ich schon reden: das Trolley-System und Fashion Valley. Trolleys sind im wesentlichen die S-Bahn von San Diego, alles recht neu und ordentlich gebaut. Fashion Valley ist ein riesiges Einkaufszentrum der *hüstel* gehobenen Preisklasse. Ich war am Freitag Abend dort, um mich ins Kino zu drängeln. Rambo geguckt, das Publikum gröhlt mit, das hat sich gelohnt - aber einkaufen kann man da eher nicht. Aber: Corndog. Hotdog am Spieß mit Maisteigmantel, seeeeeehr lecker.

Und ich laufe mit nem schwarzen SDSU-Hoodie durch die Gegend. So richtig warm ist es noch nicht, aber man kann erahnen, wie das Wetter hier im Sommer abgeht.

Und die Vans (Slipper-Schuhe) laufen sich gut ein.

Keine Kommentare: