Donnerstag, 24. Januar 2008

Griffith Park

Sooo...jetzt ist der Robert wieder im Internet-Sattel. Nachhol-Post!

Am letzten Samstag waren Kasey und meine Wenigkeit im Griffith Park, einem der größeren innerstädtischen Parks überhaupt (etwa doppelt so groß wie Central Park in NYC). Das ganze ist formschön eingelagert in die gleiche Gipfelkette, die auch Mulholland Drive und das riesige Hollywood-Zeichen beheimatet. (Dieses wird übrigens Nachts nicht beleuchtet, wofür Kasey auch keinen Grund wusste. Warum nicht? Alles andere wird doch angestrahlt!) Der Park selber ist sicher schön zum Wandern (im Sommer), aber der Höhepunkt ist das Observatorium.

Das besondere am Observatorium ist, dass es erst vor kurzem umgebaut wurde. Daher alles schön modern, mit Schautafeln zu allen Aspekten der Astronomie - und natürlich einer riesigen Teslaspule im Faraday'schen Käfig, sowas darf in einer wissenschaftlichen Ausstellung nicht fehlen. :)

Besonders beeindruckend: Als relativ kleiner Schaukasten gibt sich ein Modell von Proxima Centauri aus - der Stern, der uns nach der Sonne am nächsten ist. Wie eine Plakette schnöde aussagt, ist der Rest des Modells (nämlich unser Sonnensystem) in England...und zwar in einem Maßstab, in dem das ganze Sonnensystem in einem kleineren Dorf untergebracht werden konnte. Und das ist, wie gesagt, der uns nächste Stern, hier in LA, vielleicht halb so groß wie ein Ping-Pong-Ball im Maßstab. Ich empfehle, darüber nicht im Stehen nachzudenken, das gibt nur Kopfschmerzen. ;)

Aber der riesige Kellerbau mit großer Planetenaustellung und einer sogenannten Nebelkammer zur Sichtbarmachung von Hochenergieteilchen sind auch nicht zu verachten. Wie Kasey schnell festzustellen vermochte, kommen einige dieser Teilchen von unten - sie schlagen durch die gesamte Erde durch, ohne dass großartig zu bemerken. Gleich daneben konnte man beobachten, wie hochenergetische kosmische Strahlung Spannungsblitze zwischen Kondensatorplatten erzeugen. Reger Verkehr, und das sind nur die Teilchen und Strahlen, die durch die beiden Detektoren fliegen...da kann einem auch ganz schnell schwindlig werden.

Nächster Stopp: Das Café am Ende des Universums. Da hat wohl jemand zuviel Per Anhalter durch die Galaxis gelesen. (Was natürlich relativ ist, weil - meiner Meinung nach - die meisten Leute zu wenig davon gelesen haben. Sehr lohnende Bücherreihe, wenn man sich nicht von der gräßlichen Hollywood-Verwurstung abschrecken lässt.) Kaseys Urteil über die dortige Lasagne fällt ins positive Mittelfeld, ich enthalte mich.

Planetarium. Für diejenigen unter uns, die das noch nie mitgemacht haben: Kinners, ihr verpasst was! Und auch für diejenigen welchen, deren Leben genug Platz für ein Planetarium oder zwei hatte, werden hier nicht enttäuscht: die Vorführung ist wirklich atemberaubend. Nicht nur ein paar Lichtpunkte, sondern volle Computernaimation über eine riesige Kuppel. Die Vorführung zieht einen im Schnellwaschgang durch die Geschichte der Astronomie, was ich zumindest für ein sehr faszinierendes Thema halte. Aber, wie gesagt, geile Show, auch für den (Englisch sprechenden) Laien verständlich.

Danach noch ein paar Bilder von LA bei Sonnenuntergang und wir heizen wieder heimwärts...

---

Die Fotos gibts hier. (War zu faul, die in den Post extra mit rein zu arbeiten - wenn ihr zu nem bestimmten Foto Fragen habt, dann Kommentar schreiben!) Zu San Diego sag ich am Wochenende was, weil ich a) noch ziemlich im Stress bin und b) noch keine Fotos habe. Nochmals mein tiefstes Sorry für die Lücke, aber auch der beste Student sitzt mal im Funkloch...

(Höchst wahrscheinlich sitzt der da, weil ich ihn reingeworfen habe. ;) )

In diesem Unsinne,
euer aller Robert

Keine Kommentare: